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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 5 · p. Seite 590

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 5
Article
Die Judengesetzgebung Friedrich Wilhelms II.
Date
1913-01-01
Page
Seite 590 (sequence 24)
Language
German
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590 Die Judengesetzgebung Friedrich Wilhelms II. Bröse, wenn er konstatierte,. (Jag. ..man, ’^v|, den politischen Stufen nicht weit ,vorgerückt sei1). Professor Joel Löwe, der Direktor der Wilhelmsschule, der in der »Landschui« das Wort ergriff, verfiel in eine phrasenhafte, Üebertrejbuhg, wenn, er pathetisch dem armen, verwaisten, nur, zu oft verkannten, und unterdrückten Volke eine besonders ge-;rechte Ursache zuerkannte, den schweren Verlust zu beweinen, wenn er dem dahirigeschiedenen König nachrief, er habe den Juden sein Vaterherz ganz aufgeschlossen. Es war doch nicht nur ein , rhetorischer Kunstgriff, der eine elegante Ueberleitung und einen geschickten Schluß vermittelte, es Jag tief im Wesen der Dinge, in der Wen• düng, die sie in der zweiten Regierungshälfte des Toten erfahren hatten, begründet, daß der Redner die Aufmerksamkeit alsbald auf den neuen Monarchen richtete. Ihm brachte er die Hoffnung entgegen, er werde die Weisheit seines Großoheims mit der angeerbten Herzensgüte seines Vaters verbinden, werde, sein Land beglückend, auch der Juden eingedenk sein und das Werk ihrer Veredlung :und bürgerlichen Ausbildung, das der Höchstselige be* *;gönnen, mit Weisheit und wahrer königlicher Großmut •vollenden*). ־ Denn das war es, was die Herrschaft Friedrich Wilhelms IL, sieht man eines Teils von Schlesien und Posen ab, für die Gesamtheit der preußischen Juden bedeutete!sie war ein Beginnen, brachte Versuche und Ansätze, über die sie nicht hinausgedieh zu abschließender Vollendung. J) Schles. Prov. Blatter a. a. O. S. 311, Braun a. a. O. S. 98. *) Das. S. 307, Braun S. 95. 3) Das. S. 309, Braun S. 96 f.

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