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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 3 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 3
Article
Die russische Regierung und die westeuropäischen Juden
Date
1913-01-01
Page
Seite 265 (sequence 9)
Language
German
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Die russische Regierung und die westeuropäischen Juden. 265 I. Magdeburg, den 18. März 1841. Allerdurchlauchtigster, Groß mächtigster Kaiser! Gnädigster Kaiser und Herr! Ew. Kaiserlichen Majestät in allen Landen hochgerühmte und tiefverehrte Großmuth ermutiget mich, Allerhöchstderselben Dieses unterthänigst zu Füßen zu legen. Ew. Kaiserliche Majestät wollen geruhen, für die Hebräer, die unter Allerhöchstderselben weisem und erlauchtem Zepter zu leben das hohe Glück genießen, Lehranstalten erstehen zu lassen, durch welche die israelitischen Glaubensbekenner zu dem Culturstande erhoben werden sollen, auf welchen Rußlands Unterthanen durch die ewig dankwürdigen Maßregeln und Werke ihrer erlauchten Herrscher herangestiegen sind, und unter der erhabenen Regierung Ew. Majestät immer mehr heransteigen. Ewig werden die Segnungen dieses großartigsten Werkes unserer Zeit für die Israeliten sein, und nach Jahrhunderten noch wird Ew. Majestät Namen im Munde dieser Glaubensgenossen mit der Fülle der Dankbarkeit und des Gebetesgenannt werden. Aber Ew. Majestät mögen auch "mir gestatten, das Gefühl der Dankbarkeit für diese Kaiserliche Huld auszusprechen. Im Namen aller meiner europäischer Glaubensgenossen, deren Organ ich seit fünf Jahren mich vielfach nennen darf, nahe ich mich Ew. Majestät Throne, den tiefgefühlten Zoll der Dankbarkeit ehrerbietigst niederzulegen. Ja, allen Regierungen Europas gegenüber zeigen Ew. Majestät hierdurch, wie einer seit Jahrtausenden, niedergedrückten Nation aufzuhelfen, und aus ihr ein treues, pflichterfülltes und bildungsreiches Geschlecht zu schaffen sei. Wir flehen auf Ew. Majestät gesalbtes Haupt alle Segnungen des Allgütigen herab, der unter den vielen großen Thaten Ew. Majestät auch dieser sein heiliges Wohlgefallen erteilt. Mögen Allerhöchstdieselben noch viele, viele Jahre Ihre zahllosen Wohltaten über das größte Reich der Erde ausstreuen! Alle Völker dieses Erdballs aber werden Ew. Majestät Huld und Weisheit erkennen, und Allerhöchstdero Namen segnend rühmen! Der ich in tiefster Ehrfurcht verharre Ew. Kaiserlichen Majestät untertänigster Ludwig Pbilippson Dr. phil., Geistlicher der hebr. Gemeinde hier, Redakteur der Allg. Zeit, des Judenthums.

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