Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 56 (1912)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Ein neues Fragment des Sefer "Ben Mischle" Samuel ha-Nagids
- Date
- 1912-01-01
- Page
- 721 (sequence 1)
- Language
- German
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Ein neues Fragment des Befer ,Jen BUsefele4 Samuel b&>ffagid& Von David Jellln. Die Parömienliteratur blühte besonders unter den Juden des Orients. Diese Parömien bildeten einen sehr, wesentlichen Teil der arabischen Literatur, und alle Bücher des Adab sind voll davon. Aber außer den prosaischen Parömien gibt es im Arabischen zahlreiche Gedichte, die landläufige Morallehren behandeln und nach dem in jeder. Strophe wiederkehrenden Reimbuchstaben benannt werden, oder, wie man es auf arabisch ausdrückt:. «sxäJS »*sy I pjf t-ydf u. dgi. Auch in Liedern^ : die einen ganz andern Inhalt haben, kommt es mitunter vor, daß der Dichter inmitten seines Liedes einzeine oder mehrere Strophen bringt, die Morallehren zum. Inhalt haben. Derartiges finden wir bereits bei den vorislamitischen Dichtern, wie zum Beispiel bei einigen der sieben Lieder (olsbül).• Und die Juden des Orients und Spaniens, die ganz und gar von der arabischen Literatur beeinflußt waren, folgten auch hier den Spuren der arabisehen Dichter, die ihre Vorbilder waren. Es genüge nach dieser Richtung als Beispiel auf des Lied אם נפשך יקרה בעיניך. des R.Jehuda Haievi, auf das מופר השכל des R. Hai und auf.!קערת ככן von R. Josef Esobi hinzuweisen. Der bedeutsamste von allen aber war R. Samuel ha-Nagid mit seinem Werke■ »Ben Mischle«, welches sich insofern von seinen übrigen Leistungen unterscheidet, als hier nicht ein einzelnes Lied vorliegt, sondern eine ganze Sammlung von Gedichten über Themata, die dem praktischeu Leben entnommen sind. Die poetische Form, die bei den Parömien Verwen- Monatsschrift, 56. Jahrgang. 46