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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 452

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Die Namen der Frankfurter Juden bis zum Jahre 1400
Date
1911-01-01
Page
Seite 452 (sequence 6)
Language
German
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452 Die Namen der Frankfurter Juden bis 2um Jahre 1400. Sara Simcha [Bonem, Simon] Simeon ) Tanchum ) aus sPäterer Zeit Thirza Uri [Phoebus] Zerlin (Verkleinerung für Sara) Unter den 28 nichthebräischen Namen auf den Grabsteinen finden sich nicht weniger als 22 Frauennamen, unter den 17 deutschen Namen 15 Frauennamen. Am beliebtesten war anscheinend der Name Bella. Das Beiwort heilig bei einigen Namen deutet darauf hin, daß sein Träger den Märtyrertod erlitten hatte. II. Namen in Urkunden, Memor-, Gerichts-, Bedebüchern usw. von 1241 — 1400. Bevor wir uns mit diesen Namen beschäftigen, sei eine kleine, nicht uninteressante Abschweifung gestattet Der Beiname Jude begegnet uns nicht selten während dieses Zeitraumes in den zeitgenössischen Quellen, und es ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, ob damit wirklich ein Jude bezeichnet wird oder vielmehr ein Christ Jude ist in diesem Falle entweder der Familienname oder nur der Beiname, der später zum Familiennamen wurde. In allen Ständen, sogar im geistlichen, lernen wir Christen mit dem Familiennamen »Jude« kennen. Wie sie zu dem Namen gekommen sind, wird sich wohl nur in den seltensten Fällen nachweisen lassen. E d e1 le ute : Herman Jude, Johannitermeister in Frankfurt1) *) S, BÖhmer-Lau 1314, Dezember 12: Frater Hermannus dictus Jude commendator superior domus in Frankenvord, ordinis predicti ׳(sc. sancti Johannis), Band II, S. 3, Nr. 4. Reimer, Hess. Urk. II, S. 17, Nr. 21 vom 18. November 1302.

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