Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Identität der Familien Theomim und Munk
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 356 (sequence 8)
- Language
- German
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356 Notizen. (7. Adar ==) 1. März 1803, vielleicht die Schwiegertochter des sub 2 und 5 erwähnten Ehepaares. Ebenso wenig habe ich bei dieser Umschau unter den Mitgliedern des Glogauer-Zweiges des Geschlechtes Theomim-Munk Zuverlässiges über die Vorfahren des berühmtesten Trägers dieses Namens, über Sa Ionion Munk, der eine Zierde der Wissenschaft des Judentums geworden ist, ermitteln können. Die Namen seines Vaters (Elieser Lippmann) und seines Großvaters (Samuel), gemeinhin für diese Zeit die sicheren Kennzeichen genealogischen Zusammenhanges, kommen während des 18. Jahrhunderts bei den Glogauer Munks nicht vor. Aus der Stammrolle1) der Glogauer Judenschaft, die, auf Grund des Juden-Gesetzes vom 11. Marz 1812, schon wenige Tage später, am 24. März, angelegt worden ist, scheint vielmehr hervorzu• gehen, daß sein Vater aus Lissa stammte, wo ebenfalls ein Zweig der Familie Theomim-Munk ansäßig war. Er kam wohl erst 1795 zum Antritt seines Amtes als י Scham m es oder Beglaubigter« der Gemeinde nach Glogau und starb plötzlich bei einem Aufenthalt in Schlicht!ngsheim am (Purim Schuschan 11 (=־. März 1811. Die Eintragung über seinen Familienstand in der erwähnten Stammrolle hat folgenden Wortlaut:1) »Malcke Lippmann Munk, Witwe, geb. 13. April 1772. Kinder: 1.Amalie, geb. 23. April 1790. — 2. Charlotte, geb. 1. Juni 1796. — 3. Samuel, geb. 2. August 1801. — 4. Salomon, geb. 14. Mai 1805«. Dazu die besondere Bemerkung: »Die Witwe ist 17 Jahre hier. Ist die Witwe des verstorbenen Schammes und aus Lissa gebürtig.« Der Prof. Eduard Munk, von dem die Nachrichten über seine Ahnen herrühren, benutzte sein Bibelexemplar aber auch nach der;alten Vätersitte zur Aufzeichnung wichtiger Ereignisse aus seinem *eigenen Leben. Auf der Rückseite des Blattes, dessen Inhalt bereits anitgeteilt ist, lesen wir u. a. von seiner Hand: »Die Vermählung mit meiner geliebten Frau Ulrike geb. Bamberger war 22. Oktober 1840, כ״ד, תשרי תר״א•« l) Sie war mir, als ich 1899 Mitteilungen aus Sah Munks nachgelassenen Briefen machte, — vgl. oben S. 350, Anm. 2 — noch nicht bekannt. Vgl. a. a. O. S. 153. Die Eintragung hat in der Stammrolle die Haushaltungsnummer 136 und die Personalnummern 413-417. Dadurch werden meine Angaben a. a. O. S. 153, Anm. 2 teilweise ergänzt und berichtigt. Das richtige Geburtsjahr Sah Munks war übrigens trotz der Stammrolle 1803. Seine Mutter starb am (18. Ijar *=) 7. Mai 1844. Vgl. den Brief a. a. O. S. 198.