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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. 348

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Juden in Hamburg [Nachricht] / Liebermann, Felix
Date
1911-01-01
Page
348 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Notizen. Zur Beschichte der Juden in Hamburg trägt Einiges bei Ernst Paasch in seinem Heft »Der Einfluß des Handels auf das Geistes-!eben Hamburgs« (Pfingstblätter des Hansischen Geschichtsvereins V) Leipzig 1909. Er betont den Einfluß der Portugiesen und zitiert im Gegensatz zu einer Büßpredigt von 1719, die die Juden als frech schmäht, das Urteil eines früheren Geistlichen Schupp (f 1661), daß der portugiesische Jude sich oft »in Handel und Wandel ehrlicher und aufrichtiger erweise als mancher Christ.« F. Liebermann. In der Monatsschrift Jahrg. 1904, S. 604 ff. kommt A. Epstein zu dem Resultate, daß die Wormser Thorarolle auf Hirschpergament mit ספר רבי מאיר nicht identisch Ist, und daß R. Meir aus Rothenbürg sie nicht geschrieben hat. Das letztere bezweifelt auch bereits Auer- :bach in seiner Geschichte der israelitischen Gern. Halberstadt (Halber- ::stadt 1866) S. 184 und führt ebenfalls den von Epstein gebrachten Einwand an, daß das alte Wormser Minhagimbuch jene Thorarolie als aus Eger stammend bezeichnet. Einen zweiten Einwand bringt Auerbach im Namen seines Lehrers R. Koppel. Die besagte Thorarolle habe am Anfänge jeder Kolumne ein 1, und das perhorresziere . R. Meir aus Rothenburg (vgl. Mordecha! הלכות קטנות g. Ende, Hagahoth Maimunijoth zu Maimonides הלכות ספר תודה VII, 10, wo < dieser Brauch dem Schreiber R. Leontin aus Mühlhausen, einem Zeitgenossen R. Meirs, zugeschrieben wird). Auerbach erzählt noch, daß sein Lehrer R. Lob Karlburg (st. 1835 in hohem Alter, vgl. ׳Geiger, Wissensch. Zeitschr. f. jüd. Theologie I, 126) es für wahrscheinlicli hielt, daß die Thorarolle von Eger nach Worms durch R. Meir aus Eger gebracht wurde, den R, Jacob ha-Lewi einst in dessen Laubhütte besuchte, wie von ihm im Maharil הלכות לולב berichtet wird. Beide seien gleichzeitig in Worms gewesen. Später habe man &R. Meir aus Eger mit R. Meir aus Rothenburg verwechselt, da der letztere in Worms begraben sei. Das ספד רבי מאיר sei mit R. Meir «aus Eger in Beziehung zu setzen. Wer es geschrieben habe, das sei :ungewiß. Louis Lewin.

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