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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. 330

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Josef Kohn-Zedek, der letze neuhebräische Publizist der galizischen Haskala
Date
1911-01-01
Page
330 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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lose! Kohn-Zedek, der letzte nenhebräische Publizist der galizischen Haskala. Von M. Welssberg׳. Die wichtigsten Kampfmittel der galizischen Haskala waren : das Flugblatt, der Brief und die, meistens apostofische Absichten verfolgende, streitbare, in ihrem Umfange kaum über das Flugblatt hinausgehende, in Form von Jahrbüchern erscheinende, Zeitschrift. Die Geschichte der galizischen Haskala-Zeitschriften ist also zugleich der wichtigste Teil der Geschichte des jüdisch-galizischen Humanismus selbst. Die Zufluchtsstätten der galizischen Haskala: Tarnopol, Brody und Lemberg, bildeten denn auch die Ausgangspunkte der neuhebräischen Publizistik in Galizien. Tarnopol, welchem das Verdienst gebührt, durch Gründung der ersten »Israelitischen Freyschule« in slavischen Landen die Ideale des Humanismus praktisch verwirklicht zu haben, trat schon 1814 mit einer Neuerung hervor, die für alle Zeit mustergültig wurde. Die genannte Anstalt gab nämlich vom ersten Jahre ihres Bestehens, 3 Jahre hindurch, die erste neuhebräische Zeitschrift in Österreich heraus, welche zugleich auch die erste neuhebräische Zeitschritt für die Jugend war. 1814 erschien der erste, ציר נאמן (Treuer Bote) für das Jahre 5574. Das kleine, schön gedruckte Büchlein im grauen Umschläge enthält alles, was einem jüdischen Schüler, der sich zum frommen Hausvater, zum nützlichen Bürger herausbilden will, wissenswert ist. Also zuerst die notwendigen Kalenderregeln zur Berechnung des Monatsanfanges, dann .יסדר ההושענות, darauf der jüdische, römische und griechischkatholische Kalender. Dann folgt die Genealogie der russischen Kaiserfamilie (Das Tarnopoler

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