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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 254

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
Saadja's Kitab-al-Tarich
Date
1911-01-01
Page
Seite 254 (sequence 2)
Language
German
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254 Notizen. wieder und fügt zur Erklärung des hebräischen Wortes עבור hinzu, dieses bedeute arabisch *תאריך (Zeitrechnung). Aber das von Jehuda Ibn ßalaam zitierte arabische Werk ist ein Buch für sich und hatte, wie das Citat (im Kommentar Ibn Balaams zu I. Kön. 6. 1) berichtet, die biblische Chronologie zum Gegenstände. In der Revue des Etudes Juives XLIX (1910), S. 298—300, habe ich es plausibel zu machen versucht, daß dieses arabische Werk Saadja’s — mit einer Erweiterung — noch vorhanden ist, und zwar in dem anonymen Werke desselben Titels, das Neubauer, Mediaeval Jewish Chronicles II, 89—110, herausgegeben hat und das ich in der Revue des Etudes juives XXXII, 139—144 besprochen habe. Nach einer weiteren Hypothese von mir, die ich ebendaselbst ausgesprochen habe, wäre Saadja’s Kitäb-al-Tärich nichts anderes als eine Sonderausgabe der zweiten Pforte von Saadja’s hebräisch und arabisch abgefaßter polemischer Schrift הגלוי fD, deren Inhalt nach Saadja’s Angäbe (in der arabischen Einleitung zum Sefer Ha-Galüj) תאריך* אלסנין (Chronologie der biblischen Jahresangaben) war. — Eppenstein hätte übrigens schon bei seinem Gewährsmann (JQR. X, 260) ersehen können, daß *והו אלתאריך in Nadims Angabe nicht ein zweiter Titel des Buches, sondern eine arabische Erklärung des hebräischen Wortes עבור sein will. * Zu S. 592 bemerke ich noch, daß אלשראיע אלסמעיה nicht >durch die Tradition gegebene Gesetze« sind, wie Eppenstein übersetzt, um daraus den antikaräisehen polemischen Charakter des betreffenden Werkes Saadja’s zu folgern, sondern die Offenbarungsgesetze, also biblische Gebote, die nicht aus der Vernunfterwägung erschlossen werden können (מצות שמעיות). W. Bacher. Besprechung. Schapiro, Dr. Israel. M&imans’* ₪schnah-Ko!nmentar zu 1a Traktat Arachin. Arabischer Urtext auf Grund von zwei Handschriften zum ersten Male herausgegeben und mit kritischen und erläuternden Anmerkungen versehen. Jerusalem 1910 (Gustav Fock, Leipzig), VIII und 40 SS., 8. Die dieser Edition zu Grunde liegenden zwei arab. Hand- Schriften sind God. Ms. Or. Qu. 570 der königi. Bibliothek zu Berlin — vom Herausgeber mit B bezeichnet — und Cod. Ms. Or. Qu.

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