Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 11)
- Language
- German
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ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. 343 Das Jahr 1346 gab dem Erzbischof Walram von Cöln Gelegenheit, alte Ansprüche zu erneuern. So ließ er sich von Karl IV. auch die Dortmunder Juden bestätigen1). Diese Bestätigung hatte jedoch keine praktische Wirkung; denn nach der Ermordung der Dortmunder Juden war es Graf Engelbert (III.) von der Mark, der sich mit der Stadt wegen der von jenen hinterlassenen Habe auseinandersetzte8), nicht der Cölner Erzbischof. Aus unserer Untersuchung ergibt sich nunmehr die Tatsache, daß die Dortmunder Juden seit der Zeit Rudolfs von Habsburg bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts in ununterbrochenem Pfandbesitz der Grafen von der Mark gewesen sind. Die Verpfändung, deren Urkunde nicht erhalten ist», kann erst nach 1279 Juni 6 erfolgt sein; denn laut Urk dieses Datums forderte König Rudolf die Dortmunder Juden noch zur Zahlung einer bestimmten Summe an zwei Personen auf8). exactione ac pecunie datione predictus iudeus, uxor sua et familia liberi erunt et solnti nobis aut domino nostro Romanorum imperatori, cuius in hac parte vice fungimur aliqualiter fa* ci e n d a . . .«. ף B.-H., Reg. Karl nr. 267: d. d. 1346 Nov. 26. a) Rubel, Dortm. U.-B. I nr. 665: d. d. 1350 Juni 28. — In derselben Urkunde gelobte übrigens Graf Engelbert UI. ausdrücklich, »dee stat von Dortmunde tho verantwordene unde entheven, ef see anghespreken werdet van dem rike efte van dem bischope vjan Kol ne van der iuden weghene«. ף B -Rdl., Reg. Rudolf nr. 1107.