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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 6 · p. Seite 753

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1909-01-01
Page
Seite 753 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 753 daß die Priesterabteilungen noch im 3. Jahrhundert vorhanden waren und erst die drückende politische Lage, die Verfolgungen im 4. Jahrhundert ihre gänzliche Auflösung bewirkt haben. Den Hauptteil seiner Untersuchung widmet Klein sodann den in der Baraita genannten galiläischen Ortschaften, von denen er 22 mit Si~ cherheit feststellt. Er geht aber noch einen Schritt weiter, indem er alle Nachrichten ausTalmud und Midrasch sowie der zeitgenössischen Schriftsteiler heranzieht, die diese Ortschaften betreffen. So gelingt es ihm, nicht nur eine kurze Geschichte der betreffenden Orte zu geben, die Forschungen anderer Gelehrter zu bestätigen (Meron=Tekoa, Bacher; prW=Asochis, Graetz), sondern auch eine Reihe hebräischer Ortsnamen zu identifizieren (s. das Register), sodaß also auch die geographische Forschung von ihm manche Bereicherung erfährt. Von Einzelheiten seien noch folgende hervorgehoben. S. 49 erscheint mir die Gleichstellung von בית לחם ציירה mit ב, ל׳ צעירה das kleine Betlehem recht glücklich. S. 49—50 stellt Klein die Vermutung aufj der im dritten Jahrhundert lebende Kahana bar Malkija habe der Priesterabteihmg Malkija angehört; »bar« bezeichne die Zugehörigkeit zu ■einer Familie. Dies ist zweifellos richtig; vgl. hierzu die Ausführungen A.'Ungnads über Jana, mar Humri in der OLZ 1906, S. 224 ff. S. 61 erkennt Klein ^[סיריקי, dessen Grabdenkmal im palästinensischen Talmud, Erubin V 22 b, erwähnt wird, den Stpfouo«; wieder, von dem in einer bereits anderwärts veröffentlichten tiberiensischen Grabinschrift die Rede ist, die demnach spätestens aus der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts stammt. S. 87—88 stellt Klein, im Anschluß an die Identität des hebräischen Ortsnamens צלמין mit dem modernen Chirbet Sellame, fest, daß in der Tosefta Para יורדת הצלמין gelesen werden muß und mit diesem Flusse der heutige Wadi Sellame gemeint ist. S. 90 ff. beweist Kkin, daß die Bezeichnung ,מעזיד für Tiberias in massoretischen Werken auf die in dem tiberiensischen Vororte Hamat ansässige Priesterabteilung dieses Namens zurückgeht. Der trefflichen Abhandlung beigegeben sind eine vergleichende Tabelle der Priesterabteüungen und ihrer Wohnorte, die oben erwähnte Kina und Auszüge aus der gleichfalls schon erwähnten Keroha Kalirs sowie der korrekte Text des bereits frühe.1* zweimal veröffentlichten Kommentars zu dem erstgenannten Kalirschen Klageliede (auf Grund zweier Handschriften aus der D. Kaufmannschen und der Hamburger Stadtbibliothek). Ein übersichtliches Register macht den Beschluß — und die saubere Ausstattung des Buches vervollständigt den guten Eindruck, den wir von ihm und seinem jugendlichen Verfasser gewinnen. Berlin. N. M. Nathan. 48 Monatsschrift, 53. Jahrgang״

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