Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 707 (sequence 29)
- Language
- German
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ihren Anfängen bis zur Milte des 14- Jahrhunderts. 707 und keine sonstigen Forderungen stellen1). Unter Ludwig d. B. scheint die Augsburger Judensteuer 80 Pfd. Augsb, Pf. betragen zu haben2), 41. Konstanz, 1241 wurden 20 M. S. gezahlt* *), 1311 März 20. wies König Heinrich VII. dem Eberhard von Bürgeln 150 M. S. auf die am 11. Nov. desselben Jahres fällige Konstanzer Judensteuer an4), deren Höhe jedoch über den genannten Anweisungsbetrag hinausging6). Durch Urk. vom 6. Aug. 1330 verschaffte Ludwig d. B. dem Grafen Eberhard von Nellenburg bei den Konstanzer Juden 1000 Pfd, H., die in einem Zeitraum von drei Jahren von hrer gewöhnlichen Steuer eingenommen werden sollten, durchschnittlich pro Jahr also 3337s PW. Heller6). 42. Lindau. Nur die Jahressteuer von 1241 in der Höhe von 2 M. S. ist bekannt7). 43. Überlingen. 1241 sind 2 M. S. als Steuer angegeben8). 1330 weist Ludwig d. B. dem Grafen Friedrich ) Aronius, Heg. nr. 716. — Nach dem Tode Konradms hat wahrscheinlich der Bischof Hartmann von Augsburg sich das Besteuerungsrechf angeeignet, vgl. Aronius, Reg, nr. 751 Zus.; späterhin gewinnt das Reich es wieder zurück. 9) Bei zwei von demselben Tage (8. Juni 1330) datierten Ver- Pfändungen, welche die Augsburger Juden betreffen, werden als jährliche Nutzungen dem Pfandherrn Peter von Hoheneck 60 bezw. 20 Pfd. Augsb. Pf. bestimmt (B., Reg. Ludw. nr. 1136. 1137). 1338 fordert mm Ludwig d. B, die Augsburger Juden auf, dem Peter von Hoheneck ihre gewöhnliche Jahressteuer zu entrichten »nach der brief sag, die er . . . darueber hat« (Meyer, Augsburger U.-B. I, 328); da er hiermit anscheinend auf obige Verpfändungen Bezug nimmt, so wird die damalige Jahressteuer auf 80 Pfd. Pf. zu beziffern sein. ף M. G. Constit. III, 5 Z. 13. *) Anhang III, nr. 1. ß) Ebd.: »Quam pecuniam ipsis (sc, judeis Consiantiensibus) -de stura nobis proxime persolvenda volutnus defalcari . . .« 6) B,. Reg. Ludw. nr. 1180. 7) M. G. Constit. III, 5 Z. 16. ף Ebd. Z. 15. 45*