Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 676 (sequence 2)
- Language
- German
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676 Vorarbeiten zur »Germania judaica.« II. 3) Neubauer, Cod. Oxf. Nr. 1309. 4) Llppert, Gesch. d. St. Leitmer., S. 3 unt., 30 f. Ders. Sozial״ gesch. II, S. 174 oben. Bachmann, Gesch. Böhm. I, S. 489. 5) Tomek, Gesch. d. St. Prag I. (deutsch) S. 94. Lippert, Sozialgesch. I, S. 80 oben, 89 Mitte. 6) Quicunque autem nobiiis sive ignobilis, servus et ingemms, Graecus aut Judaeus sal sive alia quaecunque adduxerit«. Erben, Regesta Bohemiae I. Nr. 124, S. 52 oben. Frind, Kirchengesch. Böhm. I, S. 406. — Nach Frind (I S. 130 f.) ist die Urkunde, die er ums Jahr 1057 setzt, unecht und erst im 14. Jahrhundert entstanden, doch gibt sie ziemlich treuherzig den ursprünglichen Siiftungsbrlef wieder. Die echte Bestätigungsurkunde Ottokars I. von 1218 (Frind I, S. 408) erwähnt keine Juden. — Siehe Palacky, Gesch. v. Böhm. I, S. 296, Lippert, Gesch. v. Leitmer. S. 18, u. S02ialge3ch. I, S. 71, SO, Aronius, Regest. Nr. 157. Bondy-Dworsky, Nr. 5. V Lippert, Gesch. v. Leitm. S. 136 unt. Rosenberg in Oberschlesien (poln. Olesno). Bibliographie. Grünkagm, C, Regesten zur schlesischen Geschichte T. I-, 2. Aufl. Breslau, 1884, 4. — Aronius, J., Regesten zur Geschichte der Juden im fränkischen und deutschen Reich. Berlin, 1902, 4. — Brann, M., Gesch. d. Juden in Schlesien L, Breslau, 1896, 8. Rosenberg lag an der alten Landstraße, die von Mähr-en nach Kujawien führte. Die alte Zollordnung des Ortes bekräftigte Bischof Lorenz von Breslau im Jahre 1226 bei der Einweihung der Kirche mit seinem Banne. Danach konnten Personen, die ohne Waren kamen, frei passieren. Juden aber wurden, wenn sie Waren brachten, gleich den Christen, und wenn sie ohne Waren ihre Straße zogen, gleich den vorübergetriebenen Sklaven, als ob sie selber Ware wären, mit einem Zoll belegt1). In dieser Maßregel ist die erste Spur des den Juden auferlegten Leibzolles zu erblicken2). Sie ist hervorgegangen aus dem Geleitsgeld, das für besondere Sicherheit von Christen und Juden auf ihren Antrag bezahlt wurde, bald aber von den Juden zwangsweise auf allen ihren Reisen erhoben wurde. M. Brann.