Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 675 (sequence 2)
- Language
- German
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Vorarbeiten zur »Germania judaica.« It, 675 &) Gallier, S. 44. Die Notiz lautet: »Przechowane i ogloszone dofq,d dokumenta wspominaja poraz pierws^ pod r. 1085 o iydach, zamieszkujacych w Watcza«. (Auf deutscb: Erhaltene und bisher veröffentlichte Urkunden erwähnen zum ersten Mal um das Jahr 1085 Juden, die in Deutsch-ICrone wohnten). Die Ortschaft war übrigens bis in die brandenburgischen Zeiten (1296—1368) hinein ein Dorf oder ein Burgflecken (Miasteczko). Vgl. Schmitt, S. 36. Leitmeritz (Cech. Litomeric, lat. Lutomiricz, hebr. 3לייטמרץ ,(2לייטמריץ ,(1לדטמריץ) an der Elbe im nördlichen Böhmen. BlitlSographie. Lippert, J., Geschichte der Stadt Leitmeritz (Prag, 1871). — Palacky, F., Geschichte von Böhmen (Prag, 1836—1864). — Frindj A., Kirchengeschichte Böhmens (Prag 1864/78). ־— Lipperts ]., Sozialgeschichte Böhmens (Prag, 1896). — Bachmannr A., Geschichte Böhmens (Gotha, 1899). — Aronius, J., Regesten z. Geschichte der Juden im fränkischen und deutschen Reich (Berlin, 1887—1892). — Bondy-Dzvorsky, zur Geschichte d, Juden in Böhm., Mähr. u. Schles. (Prag, 1906). Von den ältesten Seiten bis 1238. Leitmeritz, das als Gauburg der Mittelpunkt des Gaues war, erhielt zwar erst um 1228 städtische Rechte4), doch hatte es schon 998 eine Zollstation5). 1057 wurde in L. die Kollegiatkirche gegründet und ihr der dortige Zoll überwiesen. Wie aus der dem Inhalte nach wahrscheinlich aus dem Jahre 1057 stammenden Stiftungsurkunde zu schließen ist, beteiligten sich an dem dortigen Handel, dessen Gegenstände Salz, Fische, Sklaven, Wein und Getreide waren, auch Juden, die wohl hauptsächlich Salz einführten6). Nicht unwahrscheinlich ist es, daß die Anfänge der jüdischen Gemeinde in L., die wir, allerdings viel später, mit einer eignen Gasse und Schule in blühendem Zustande antreffen, bis in die Anfänge der Stadt zurückreichen7). Doch läßt sich deren Bestehen in unsrer Periode nicht nachweisen. H. Tykocinski. Anmerkungen. ג) Steinschneider, Cod. München Nr. 25. 2) Neubauer, Cod. Oxf, Nr, 1658. Hock-Kaufmann, die Familien Prags, S. 190 f. 43*