Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 597 (sequence 9)
- Language
- German
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Vorarbeiten zur »Germania juaaica*. II. 597 Lobeserhebungen zu finden weiß, das Ziel seiner Reise gewesen sei143). Auf der Rückreise berührte er Palästina und Griechenland und kam wieder nach Prag zurück, ln Böhmen verlor er ein Verzeichnis der in Babylonien begrabenen Talmudlehrer, weiches das Schuloberhaupt von Babylon für ihn verfaßt hatte144). In seiner Heimat Regensburg hat R, Jehuda b. Samuel, der Fromme genannt, seine Notizen gesammelt145). Die von Petachja besuchten Orte und deren Entfernungen wurden vom Sammler als unnütz weggelassen. Diese gekürzte146), stets in der dritten Person berichtende147) Reisebeschreibung, die in’s Lateinische, Jüdisch-Deutsche, Französiche und Deutsche übersetzt wurde148), enthält einzelne interessante Notizen über die Juden des Morgenlandes149). Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Reisebeschreibung des Spaniers Benjamin v. Tudela, der 1173 gestorben ist, Petachja zu seiner Reise angeregt hat. Einen Vergleich jedoch halten Petachjas Notizen mit denen des gelehrten Benjamin nicht aus. 9. R. Nachman aus Regensburg wird als Bruder Petachjas in der Vorrede und dem Schluß der Textausgaben von Petachjas Reisebeschreibung genannt160). 10. R, B a r u c h b. Isaak, Verfasser des Buches ha-Terumah. Er besuchte das Lehrhaus des R. Tarn151), dessen Handschriften er benützte152), und dessen Erklärungen er sehr häufig anführt. Die Grundlage153) seines Werkes jedoch bilden die Entscheidungen und Erläuterungen seines Lehrers R. Isaak b. Samuel aus Dampierre, mit dem er auch in gelehrtem Briefwechsel stand154). N. 94 und 106 sind nach dem Ableben dieses seines Lehrers, N. 136 ist um 1200 niedergeschrieben worden. Ende N. 196 findet sich eine Mitteilung, die ihm andere im Namen des J. b. S. überliefert haben. — In seiner Anfrage an R. Elieser b. Natan165) bezeichnet er R. Isaak [b. Mordechai] und R. Mose [b. Joel] als seine Lehrer, jedoch wohl nur in dem Sinne bescheidener Unterordnung und ehrfurchtsvoller Anerkennung ihrer Gelehr^