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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 542

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 5
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 542 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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542 Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. Im Sommer bieten die zahlreichen Blumen und Blüten auf Feld und Berg reiche Nahrung1). Und zwar nehmen die Bienen den Blütenisaft in ihren Magen auf2) und lassen ihn, nachdem er sich in eigentlichen Honig verwandelt hat3), in die Zellen laufen4). Vom Frühling bis zum Spätsommer sind sie damit beschäftigt5). Im griechisch-römischen Altertum nahm man an, dass der Honig eine himmlische, ätherische Gabe sei, welche auf die Blätter der Bäume niederfiele6), die Bienen hätten nichts anderes zu tun als diesen Honigtau zu sammeln. Daneben war die andere Anschauung verbreitet, dass der Honig ein Produkt des Pflanzenreiches sei7). Damit die Bienen ihren Durst löschen können, stellt der Imker Wasser in die Stöcke8). Zur Regenzeit und im Winter muß er für ihren Unterhalt Sorge tragen, indem er von den Honigwaben zwei Stück in jedem Stock zurückläßt9). Selbst an den Feiertagen darf er für ihre Nahrung sorgen10). 1) b. Sot 48b: כמא דכיחזן דבריאתא ושייטן ברומי עלמא ומייתןדובישא מעישבי טורא. 2) T. Rech. I, 8. b. Bech. 7b: דבש דבורים מותר מפני שמכניסות אותו לגופן♦ 8) Raschi׳ z. St.: ♦שאוכלין מפרחי האילן ומהן כעשה דבש במעיהן ־>) b. Bech. 7b: מ;ה שעוף טמא משדרן ואיזה וה דבש דבורים, vgl Mag. 90. &) b. Sabb. 43 a, 43 b : ביומי ניסן וביומי תשרי ♦ .. ואיכא דבש♦ ®) Vergil, Georg. IV, 1. Profinus aerii mellis caelestia dona exsequar. ז) Magerstedt 88 u. b. Sot. 48 b: ומייתן דובשא מעישבי טורא. 8) Sabb. XXIV, 3, j. Sabb. XIII, 14 b, was am Sabbat verboten ist, weil die Bienen anderswo Wasser finden können. Vergil, Georg. IV, 18 verlangt: at liquida fontes •et stagna virentia musco adsint et tenuis fugiens per gramina rivus. 9) B. bath. V, 3, T.. B. bath. IV, 7, u. zw. die beiden äußersten Waben, b. Sabb. 43b, vgl. Magerstedt 82 f, 10) T. Jom tob III, 4: עושין פרנסה לנחיל של דברים בשביל שלא .יברחו

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