Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Epigraphische Beiträge zur Geschichte des Judentums
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 534 (sequence 10)
- Language
- German
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534 Epigraphische Beiträge zur Geschichte des Judentums. nr. 229 für Onias, des Chelkias Sohn, des Strategen des voj16<; von Heliopolis, für seine Verdienste; er wird belobt und erhält einen goldenen Kranz. In Berenike nr. 235 (Mitte des I. Jahrh. v. Chr.) wird M. Tittius von dem der Juden für seine Verdienste um die Juden geehrt durch gxoav0? und Bekränzung mit einem Kranze aus Ölzweigen und durch eine Binde; diese Ehre wird bei jeder Monatsversammlung verkündet. Die Archonten haben den Beschluß auf eine Stele aus parischem Marmor aufschreiben und im Amphitheater aufstellen zu lassen. Stellung im Staate und in der Gesellschaft. Was Mommsen RG. V 456 von den Judengemein־־ den in Alexandrien und Antiochia sagt, daß die den Juden eingeräumte Stellung als gewissermaßen selbständiger Ge׳ meinwesen nicht das schwächste Element in der Entwickelung beider Städte gewesen sei, werden wir auch von anderen Gemeinden annehmen können. Die Juden betrachteten die Stadt, in der sie wohnten, als ihre tccctpfe, während Jerusalem die Metropolis war; in Akmonia nr. 66 finden wir die Weihung eines Juden, dies beweist der siebenarmige Leuchter : ürcep &ox%) 5)מי7>&מ׳) wocTplSt. In der Auranitis nr. 32 hat der Goldarbeiter Isak eine Widmung gemacht: <p{k0T1\dcLq ist der in den griechischen Städten gewöhnliche Ausdruck für Widmungen an die Stadt. Bei Geldspenden für die Stadt erscheinen auch die Juden angeführt : in Smyrna nr. 50 01 ׳ttots?IouSa?o& mit 10000 Drachmen, in Jasos nr. 61 der Metoeke Niketas aus Jerusalem mit 100 Dr. Die Juden gehörten den wohlhabenden Ständen an, wie aus den Widmungen für ihre Glaubensgenossen hervorgeht, ln Tafas nr. 41 erbauten Kiematios und seine Söhne Jakob und Samuel die Synagoge. Die Widmungen in Phokaia und Akmonia sind schon erwähnt. In Nysa nr. 63 führte Menandros einen Bau auf: TtjS 7^ac5 xa! ty! ötuvoSco t§ ״rcspl Ac0at־9׳eov ®soylvou. ln Hierapolis nr. 73 macht T. Aelius Glykon eine Stiftung zur Feier des Oster- und Pfingstfestes, ln Tlos nr. 75