Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte und Tätigkeit des Königlich Westphälischen Konsistoriums der Israeliten zu Kassel 1807-1815
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 523 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829819-2829825-2889429--37281-2889467- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Seesen 1× ep/1048106
OCR text
Westpbälischen Könsistöriüms ä. Israeliten zii Kassel 1807523 .1815—׳ belangt; so halten wir üfis überzeugt; Sie werden dahin bedacht tiehtneh, däß v/ir bei einet künftigen Prüfung die Knaben religiös gestimmt und gebildet finden mögen, iiäd wollen Sie dieselben bfcfsonders Inhalten, auch übfcr den Unterricht in dir Rfeligiöh uii d Bibd Hefte iii schreibet!. Empfängen Sie etc. KÖnigl. etc. Berlin. Merkel Sekretäir Für die Scliulgeschäfte ist noch ein anderes an Direktor Schott gerichtetes Schreiben von Bedeutung : Königreich Westphalen Konsistorium der Israeliten Nr. 2979 V. ö. An den Herrn Direktor Sctiött zu Seesen. Kassel am 5ten December 1810 Herr Direktor! Wir haben Ihren Bericht vom 2ten v. Monats und dessem Beilagen mit Vergnügen erhalten; in dem wir die Ordnung sehr loberiswürdig finden, die aus Ihrer Beurteilung des Betragens der dortigen Schüler hervorgeht, deren Fortsetzung wir entgegenseh’n. Es versteht sich, daß der, seit Ietztverwichenea Michaelis befolgte Plan bis zu instehenden Ostern fortgesetzt werde. Nur wünschen wir, daß Sie ehestens nicht nur die Stunden, welche für jeden Lehrgegenstand bestimmt sind, uns besonders bekannt machen, sondern auch die Lehrbücher, die beim Unterrichte, als Leitfaden dienen, anzeigen mögen; indem wir dann erst die gehörige Uebersicht des Ganzen erlangen können. Gewiß aber würde es für diese Israelitische Schule dienlich sein, wenn der hebräischen Grammatik ein beträchtlicher Theil der Zeit gewidmet würde; wohingegen die lateinische Sprache vielleicht nicht In den Plan einer Volksschule paßt, deren Zöglinge, wie dies bei den Consistorialschulen der Fall ist, gröötentheils zu Handwerkern bestimmt, und gewiß noch nicht mit ihrer deutschen Mutter׳* spräche hinlänglich bekannt sind. Diejenigen Stunden also, welche der lateinischen, übrigens sehr schätzbaren Sprache gewidmet sind* würden füglich der hebräischen oder dem ausgedehnteren Unterrichte in der Technologie angewiesen werden können. Auch dürfte es vielleicht rathsam sein, jenen künftigen Handwerkern durch Handarbeiten