Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Pardes als Quelle für die Literaturgeschichte der Juden in Deutschland
- Date
- 1908-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Der Pardes als Quelle für die Literaturgeschichte der Juden in Deutschland. Von A. Epstein. Das. Buch Pardes, welches fälschlich den Namen Raschis führt, ist eine der ältesten und wichtigsten Quellen für die Literaturgeschichte der Juden in Deutschland. Das Werk enthält Entscheidungen und Responsen außer von Räschi auch von den ältesten Gelehrten Deutschlands, besonders von denjenigen, welche im 10. und 11. Jahrhundert in Mainz, Worms und Spei er gelebt haben. Der Pardes ist zuerst Konst. 1802 erschienen, leider nach einer defekten und verderbten Handschrift. Eine andere Handschrift, nach welcher der gedruckte Text verbessert werden könnte, ist nicht bekannt. Diesem Mangel kann aber zum Teil abgeholfen werden durch andere Handschriften, welche zwar nicht identisch sind mit dem Pardes, aber dasselbe Material enthalten wie dieser. Diese Handschriften sind: bezüglich des deutschen Materials die Hs. מעשה הגאונים im Besitze der Brüder Goldschmidt in Frankfurt, und bezüglich Raschis der איסור והיתר und einige andere Druckwerke. I. Handschriften, welche fälschlich den Namen Pardes führen: 1. Codex Paris 387, 3, fol. 158b—201a, beginnt: .ספר הפרדס לרש״י דל. Er hat mehrere Stücke, und zwar diejenigen, welche aus Raschis Schule stammen, mit dem gedruckten Pardes gemeinsam. Das Übrige hat der Compilator aus anderen, verwandten Werken, welche ebenfalls Rasch! zugeschrieben werden, geschöpft.