Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 580 (sequence 18)
- Language
- German
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580 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. Dem Olivenholze1 *) wird, ebenso wie den Blättern3) ein sehr bitterer Geschmack nachgesagt. Auch aus dem Gezweige (3(גרופית) macht man Geräte4) wahrscheinlich Körbe, denen man durch Erhitzen die bittere* Feuchtigkeit entziehen muß5). Beim Bau der festhütte am Laubhüttenf este werden Ölzweige als Vertreter der Fruchtbäume verwendet6). Die trockenen Blätter dienen zum Heizen des Ofens7). Auch von der Möglichkeit ihrer Verwendung als Schreibmaterial findet sich eine Erwähnung8). 13,612, Odys. 23,190 ff., 9,320. Auch heute geschieht es in Syrien. Robinsou, Palästina II, 382. Jerusalem, Jahrbuch etc. (Luncz) 1889, p. 67 f. ג) Mechilta 45 b אין לך עץ מר יותר מעץ דת, vgl. b. Sanh. 24a (זית Baum). T. Keb bm. 2,19 (581) ממירים את מה שבהן. 2) Cant, rabba zu 4,1 und 1,15, Gen. rabba 33 geg. Ende, Lev. ubba 3,1. 3) Wrzl. גר ף, die Erklärung Ar. II, 376 ist nicht richtig. (Nach rLevy vopmov). 4) T. Kel. bm. 2,19 (581), vgl, bb. 5,3. — L.: dazu T. bb. IV, 7 (403), nicht »Gezweige« גרופית Ast; nicht geflochten, sondern geschnitten wurden daraus Gefäße und nicht »in der Hitze des Feuers« getrocknet, sondern ausgekocht (שליקה), damit das darin Aufbewahrte nicht ihre Bitterkeit anziehe. (T. Kel. bm. 2,19 (581) Kel. l ',8). ף T. Kel. bm. 2.19 (581), Kel. 12,8, Maim.;yt^f Ouy cJyaäU gJLoJ 033z l .ÜJL / -Xo 1§ג. ti) T. Suc. 1,7 (192). Vgl. Neh. 8,15. 7) T. Nid. 7,3 (649) ועל עלי זית שמסקת בהן את התנור. 8) Git. 2.3. Siehe L. Löw, Graphische Requisiten, p. 82. Auch von andern Bäumen. T. Git. 2,3 (325) neben Olivenblättern auch Johannisbrotbaumblätter. T. Schab. 11,8 (125) auch Granatäpfelblätter und Walnußschalen, welch letzterer Verwendung als gewöhnliches Schreibmaterial sicherlich (L. Löw a. a. Q., p. 87) eine »kasuistische Extravaganz« ist. Vgl. Blau, Studien zum althebräischen Buchwesen (Budapest 1902) p. 15—17. (Fortsetzung folgt).