Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Juden und die deutsche Literatur
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 467 (sequence 24)
- Language
- German
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Di? Juden und die deutsche Literatur. 467' Jahre. Die Schriften des Literaturvereins. Ludwig und Phöbus Philippson, Formstecher, Wassermann, Leopold Stein. — Die jüdische Schriftstellerin Rahel (»Zwei Schwestern« u. a.) § 30. Die Zeit von 1850. Das nationale Element. Politische Gleichstellung, im Gegensätze dazu: Reaktion. Wirkungen der Verklärung des Judentums in Eiliots Daniel Deronda auf Deutschland. § 31. Blick auf die Literatur des Antisemitismus. Juden stehende Typen in den Witzblättern, unentbehrliche Figuren im deutschen Roman und Drama. Eine Aufzählung der Dichtungen, in denen Juden gelegentlich oder als Hauptpersonen Vorkommen, würde Seiten füllen, daher sind nur charakteristische Typen vorzuweisen und die ganze Art der Behandlung an wichtigen Beispielen aufzuzeigen. § 32. Erwachen des jüdischen Bewußtseins. Jacobowski: Werter der Jude. Als Ergänzung dazu, vielleicht als Wirkung der aufblühenden Wissenschaft der neutestamentliehen Zeitgeschichte die zahlreichen Romane, die die Übergangszeit vom Judentum zum Christentum behandeln. Ähnliche Bewegungen im Drama, Sudermanns Johannes. § 33. Die neueste Zeit, Aufrichtung eines neuen Ghetto, der große Judenschmerz, jüdischer Stamm und jüdischer Staat (Zionismus), Herzls und Nordaus Dramen; besondere Zeitschriften (Ost und West); Jüdische Lieder (J. Loewenberg u. a.); christliche Dichter als Verklärer des Judentums: Börries von Münchhausen (im Vereine mit jüdischen Künstlern: Lilien) als Schluß Herzls Roman Alt-Neuland. Die Einleitungsvorlesung — die Darlegung des Inhalts hatte schon einen großen Teil des zweiten Collegs in Anspruch genommen — schloß ich mit den Worten: Ich kümmere mich wenig darum, ob ich Wohlgefallen finde bei den Einen oder ob ich Anderen Ärgernis bereite. Ich kenne nur Studenten, die ich belehren will, nicht aber den zornigen Eifer gegnerischer Parteien. Ich will mir klar werden über ein wissenschaftliches Problem, der Wahrheit 30*