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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 2 · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 2
Article
Der Anteil der jüdischen Freiwilligen an dem Befreiungskriege 1813 und 1814
Date
1906-01-01
Page
Seite 246 (sequence 27)
Language
German
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246 Der Anteil d. jiid. Freiwilligen an d. Befreiungskriege 1818/1814. Nr. Name Stand Heimat 92 David Sonnenschein Breslau 93 Mendel Spanier Paderborn 94 Herz Stern Handlungsdiener Soest 95 Benj, Sternberg Kaufmann Schwelm 96 Joseph Treuherz Handelsmann Hamburg 97 Joh. Wertheim Frankfurt a. O. 98 Johann Weyrowitz Handlungsdiener Neidenburg 99 Benj. Wolf Schweidnitz 100 Marc Wolf Kaufmann Prenzlau 101 Jacob Wolff Kommis Dresden Mitteilung über das Gesamter chiv der deutschen Juden. Eine von berliner und auswärtigen Mitgliedern gut besuchte Sitzung des »Kuratoriums des Gesamtarchivs der deutschen Juden« wurde am 1. April d. J. im Bureau des DIGB. abgehalten. Das Archiv wurde am 1. Oktober 1905 im Hause Lützowstrasse 15 unter Leitung des Herrn Dr. Täubler, der durch das hiesige Kgl. Geheime Staatsarchiv für sein Amt ausgebildet wird, und dem ein Hilfsarbeiter zur Seite steht, eröffnet. Bereits hat eine größere Anzahl von Gemeinden ihm ihre Akten übergeben, andere haben das gleiche zugesagt, mit noch anderen werden Verhandlungen geführt. Dazu kommen die Archivalien des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes und eine Anzahl von Urkunden aus Privatbesitz. Es ist von großer Wichtigkeit, daß diese bedeutsamen und vielfach unersetzlichen Schriftstücke, die in den Händen ihrer bisherigen Besitzer, seien es Privatleute oder Gemeinden, wie die Erfahrung lehrt, vom Untergang bedroht sind, durch Übergabe an das Gesamtarchiv bewahrt und der historischen Wissenschaft nutzbar gemacht werden. Jede Gemeinschaft ist es ihrer Ehre schuldig, alle auf ihre Vergangenheit bezüglichen Urkunden zu sammein und vor der Vernichtung zu schützen. Auf einzelne Gemeinden hat das Vorhandensein des Archivs erzieherisch gewirkt, indem auch solche, die vorläufig noch nicht zur Abgabe ihrer Schätze bereit sind, sich nunmehr die Ordnung und Verwahrung derselben angelegen sein lassen. Das anzustrebende Ideal bleibt es, daß alle historischen Dokumente der deutschen Judenheit an einer Stelle vereinigt werden. (Schluß S. 247).

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