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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 749

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Regesten zur Geschichte der Juden in der Provinz Sachsen während des Mittelalters
Date
1905-01-01
Page
Seite 749 (sequence 4)
Language
German
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Register! zur Geschichte der Juden in der Provinz Sachsen!. 74$ Or. im MA. — In der zu 'Speier (Spire) ausgestellten Urkunde heisst es: >:eyn hof und alles daz geseze, daz darczü gehört, der v, e r t e r b e t i n in d i n«; das Grundstück wird auch mit »iudinhof« bezeichnet. S) 1349 April 121). Der römische König Karl IV. weist den Rat von Mühlhausen an, mit seinem Bevollmächtigten, dem Grafen Heinrich von Honstein, wegen der Güter der erschlagenen Juden eine Übereinkunft zu treffen. 0 Or. im MA. — ln der zu Speier (Spyr) ausgestellten Urkunde ist verzeichnet »der luden g ü t, is sei an hüsern, gold, silbere, kJeinoten, pfänden odir an andirn Sachen, wie sie namen mugen haben«. 9) 1349 April 132). Der römische König Karl IV. überweist dem Grafen Heinrich von Honstein sämtliche Güter der zu Mühlhausen und Nordh ausen erschlagenen Juden. Or. im MA. — In der zu Speier (Speyre) ausgestellten Urkunde heisst es: . . . geben alle der iuden gn i, die in unsern und des reichs steten zu Mulhusen und zu Northusen in dem laude zu Duringen vert erbt sein, iz sei an heusern, golde, silbere, cleinoten, pfänden . . . Falls die Bürgermeister, Räte und Bürger jener Städte dem Grafen von Honstein, Herrn zu Sondershausen, das »iuden gut« aushändigten, erklärt sie Karl IV. »desselben iudenguts gar und genczlich . . . quit, ledig und los«. 10) 1349 April 13*). Der römische König Karl IV. ermächtigt die Grafen Heinrich von Honstein und Heinrich und Günther von Schwarzburg, sich wegen der zu Mühlhausen und Nordhausen erschlagenen Juden an seiner statt mit den Tätern zu benehmen, die Forderungen der Erschlagenen ein zuziehen und in die genannten Städte wieder Juden zu setzen. Or. im MA. — Die zu Speyer (Speyr) gegebene Urkunde enthält hinsichtlich der sich etwa in Mühlhausen und Nordhausen niederfassenden Juden die Bestimmung, dass dieselben »niemant hindern oder sie beschedigen sal an irme leibe odir gut oder an dheinen dingen«. 1j Ibid. S. 510, Nr. 1013. Vgl. noch ibid. S. 602, Nr. 83 in Beiläge III, Verzeichnis der im UB. abgedruckten Reichsurkunden. 2) Ibid. S. 511, Nr. 1014. Vgl. noch ibid. S. 602, Nr. 84 in Beiläge III, Verz. der im UB. abgedruckten Reichsurkunden. 3) Ibid. S. 512, Nr. 1015. Vgl. noch ibid. S. 602, Nr. 85 in Beiläge III, Verz. der im UB. abgedruckten Reicbsurkunden.

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