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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 6 · p. Seite 723

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 6
Article
Mathematik bei den Juden (1551 - 1840)
Date
1905-01-01
Page
Seite 723 (sequence 2)
Language
German
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Mathematik bei den Juden (1840—551נ). 723 1734 verfasste der rühmlich bekannte Mathematiker und Astronom Rafael Levi b. Jakob Josef, auch nach seinem Aufenthalt Rafael Hannover, ein Werk, welches ohne sein Wissen 1756 gedruckt wurde. Er gehört zu den äusserst wenigen deutschen Mathematikern vor Mendelssohn, von deren Leben und Charakter wir Näheres wissen, nämlich durch eine verhältnismässig junge, aber offenbar gut unterrichtete Quelle. »Raphael Lew!. Ein jüdisches Lebensbild«, lautet die Überschrift eines anonymen Artikels, der aus der Hannoverschen Morgenzeitung im »Orient« (Hauptblatt 1846, S. 256—8) abgedruckt ist.1) Er bietet in der Tat in einfachen Strichen ohne aufgetragene Farben (wie es damals gestattet war) die wesentliehen Zuge einer interessanten Persönlichkeit, mit kurzer Andeutung der literarischen Tätigkeit, die für unser Thema die Hauptsache ist, so dass über die Person nur wenige Daten aus jener Quelle geschöpft sind. Rafael ist 1685 in Weikersheim (Franken) geboren und starb in Hannover 17. Mai 1779, also 94 Jahre alt. Unermüdliche Wissbegier, die ihn zur Erlernung des Lateinischen und Französischen trieb, und besonderes Talent für Mathematik brachten ihn in ein näheres Schülerverhältnis zu Leibnitz2). Rafael ernährte sich als Buchhalter und Lehrer bis an sein Ende. Von sieben Kindern blieb ihm nur eine Tochter am Leben. (Or. S. 257 Col. 2). Für den Wert seiner Erleichterungen in der Behänd־־ lung der Arithmetik wird »Kästners Billigung« ohne näheres Zitat angeführt (das. Col. 1), ob in den Anfangsgründen ג) Wörtliche Auszüge aus Orient finde ich bei M. Mendelsohn, Litbl. IX, 140. 2) Ich weiss nicht mehr zu erklären, wieso in CB. p. 2127 L es sing für Leibnitz gedruckt ist; den Orient hatte ich nicht vor Augen, wie ich dort bemerke. — Rafaels Aussagen werden für die Grabstätte Leibnitz’ als Zeugnis benutzt, Or. S. 258 Anm. 46*

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