Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Mathematik bei den Juden (1551 - 1840)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 583 (sequence 3)
- Language
- German
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Mathematik bei den Juden (1551 — 1S40). 583 bekannten Auslegung von I Chron. 12, 32 and Legende im B. Ibronot. — Die reiche Verzierung beweist, dass auch zu jener Zeit der geistigen Enge der deutschen Juden es nicht an Opferwilligkeit und Sinn für darstellende Kunst fehlte, allerdings meist an Geschmack, obwohl der Maler hier ein Christ gewesen sein konnte1). Am Anfang bemerkt Zebi, dass am Mittwoch, 19. Nissan 433 (1673), auf dem Friedhof zu Frankfurt a. Main das מחזור הגדול gefeiert wurde. Das Ms. beginnt צוה הקב״ה לחשוב (vgl. oben S. 194 unter 1606). Fol. 56 b: הקטן הכותב צבי הירש בל״א .. . ווילנא, Wilna bezieht sich also auf den Vater. Die (christlichen) Feiertage (הגאות) und Märkte, f. 57 ff., sind nicht die in den Edd. Lublin und Krakau angegebenen. Fol. 68 b ‘. י . הוא זכה לסייס את ס, העב רונית לחשוב בו תקופות . . . ותה השלמתו יום ד׳ ה, תשרי תל״ב נאים הסופר אשכל הכפר צבי הירש וכד וכוי. Fol. 69 sind Nachträge von älteren Daten, zum Beispiel von den Jahren שס״ה und רל״ב, angefügt von Zebi in Frankfurt am Main, Sonntag 6. Nissan 432, f. 70 vom Jahre של״ט, mit der wiederkehrenden Formel ינאם הסופר Dann leere Blätter und Exzerpte. 1677 schrieb der 14-jährige Zebi ben Chan och עברונות in ms. München 493. Mit dem Jahre 1681 beginnt das Schriftchen מועדיה׳ über den Kalender, geschrieben (verfasst?) von Na tan Chassan (Kantor) ben Moses Naftali Hirsch Hammerschlag (so ist zu umschreiben) in Nikolsburg und approbiert von R. Daniel פילוסופי (?) in Venedig, ms. Bodl., 9 Für die Kulturgeschichte Deutschlands in jener Zeit lehrreich, ist die Stelle bei Fr. Alb. Lange (Geschichte des Materialismus, 7 Aufl., Leipz. 1902, I, 316): , . in dem allgemeinen Verfall, welchen die geistige Erschöpfung des Landes nach den grossen Kämpfen der Reformation, die politische Zerrüttung und die moralische Verwüde-. ritng mit sich brachten. Während alle anderen Nationen von dem. frischen Hauch beginnender Geistesfreiheit Vorteil zogen, schien es,, als sei Deutschland dem Kampfe um dieselbe zum Opfer gefallen.«