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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 579

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
Geschichte der Familie Wallisch
Date
1905-01-01
Page
Seite 579 (sequence 9)
Language
German
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Geschichte der Familie Wallich. 579 Manlin s. A., Sohn des Rabbi und Arztes Josef Salomon Wallich s. A., im Jahre 1683. Vorrede. »Wahrheitsgemäss tue ich kund, dass mein sei. Oheim R. Menachem Manlin Wallich dies Buch, Kommentar zur Mechilta, verfasst hat, indem er auf alles Wertvolle achtete und viele Bücher verfasste; ich spreche ja zu seinen Vertrauten und Bekannten, denen dies nicht erst bewiesen werden muss. Leider ist dieser göttliche Mann in seinen jugendjahren uns entrissen worden, und doch hat er erreicht, was ein anderer in siebzig oder achtzig Jahren nicht erreicht hätte. Seine geschriebenen Bücher, die er verfasste, schrieb er teils mit eigener Hand, teils durch die Hand eines Schreibers, aber sie waren zerstreut, sodass ein grosser Teil verloren ging, darunter ein grosses Werk, welches er über die Schriften des Maimonides verfasst hatte, wie aus diesem Buche zu ersehen ist. Ferner erzählten mir meine Vorfahren, dass, bevor er das Buch beendet hatte, der Krieg ausbrach. Und als der französische Feind seine Geburtsstadt, die auch die meine ist, Koblenz, Provinz Trier, heftig belagerte1), und von allen Seiten in Brand steckte, da wurden viele Häuser und Paläste ein Opfer der Flammen, unter ihnen auch das Haus meines Grossvaters, des Rabbi und Arztes Josef Salomon s. A., voll von heiligen Büchern und grossem Vermögen. Wehe über das unwiederbringlich Verlorene. Dieses Buch hatte er Leuten ins Haus gegeben, die weit ins Ausland wanderten, so blieb dies Buch allein übrig und ward zurückgegeben in den Besitz meiner Eltern. Kaum, dass ich erwachsen und selbständig ward, wünschte ich sehnlichst den Inhalt dieses Buches zu kennen, ich begann darin zu lesen, war aber nicht gelehrt genug, Es war dies im Jahre 1688, wo Koblenz von Marschall Boufflers hart bedrängt wurde. Bei dieser Belagerung wurde der älteste Teil der Stadt durch Feuer zerstört. 37*

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