Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Mathematik bei den Juden (1551 - 1840)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 494 (sequence 5)
- Language
- German
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494 Mathematik bei den Juden (1551—1850). Ich erwähne hier Simcha (Simon) Luzzatto, Rabbiner in Venedig (geb. 1583, gest.1663, s. Mtschr. 1898, S. 418), welcher schon von Josef Sal, Del Medigo (bei Geiger, M. Ch. S, XXVIII, 51) als Ausnahme gerühmt wird unter den Rabbinern, insofern er sich auch mit Astronomie beschältigte. 1639 und 1640 (400 und 401): לוה in fol., wahrscheinlieh in Venedig gedruckt, s. Addenda zu CB. p. 557. 1641 starb Moses Leoni, oder de Leon, s. oben Seite 308. 1643 wird auf dem Titelblatt eines Gebetbuches nach spanischem Ritus, gedruckt in Amsterdam (bei 1mm. Benveniste, s. CB. p. 2854, wo lies: »v. sub Abraham ben Josua,« nämlich p. 2824 n. 7705), angegeben: »nebst Kalender über einige Jahre«; allein das sonst vollständige Exemplar der Bodl. (CB. p. 324 n. 2138) enhält keinen Kalender! Vielleicht stammt jene Angabe aus Ed. Ven. 1626 (CB. n. 2128), die ich nicht näher untersucht habe; warum der Abdruck unterblieb, lässt sich ohne Vergleichung der Bücher selbst kaum vermuten. 1645 wird auf dem Titelblatt von מנהגים Ed. Amst. ein לוד׳ über 70 Jahre angegeben; ein Bodl. Exemplar (CB. p. 600 n. 3822) enthält nur einen über 2 Jahre, 406 und 407; in einem anderen Exemplar hat man anstatt f. 70—72 den Kalender über die Jahre 409—419 aus dem Gebetbuch, Amst. 1647 (CB. p. 324 n. 2142, wo »ex« zu streichen ist) eingeheftet (CB. p. 600 n. 3822 a). Man sieht das allmähliche Eindringen des Kalenders in verschiedene Arten von liturgischen Büchern; sie werden eine Reklame für Buchhändler und Herausgeber und sind dem Stadium nahe, wo sie nur noch ein Hilfsmittel für Geschäftsleute werden. 1646 lebte nicht mehr J e h u d a M e i r T au r i zi, ein Karait, Arzt, Verfasser von Noten zum arabischen Murschid des Samuel ben Moses ha-Maarabi (s. Arab. Literatur der Juden, Seite 258 und Nachtr. zu B. M. 1899, Seite 102).