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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 4 · p. Seite 453

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 4
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 453 (sequence 4)
Language
German
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Geschichte der Familie Wallich. 453 seit 1811 und machte 1819 sein Examen bei der medizinischen Fakultät. Er liess sich dann später in Petersburg als Arzt nieder, und verfasste verschiedene Schriften, die bei Kallisen a. a. O. aufgeführt sind1). Die W a 1 1 i c h s in Bonn. Die am Rhein und dessen Nebenflüssen gelegenen Städte sind der Hauptschauplatz der Wirksamkeit der Wallichs gewesen; am Rhein entlang hat sich die Familie von Süden nach Norden ausgebreitet. So treffen wir wieder in Bonn, der nächsten grösseren Stadt, die rheinabwärts von Koblenz liegt, eine Familie Wallich an. Leider ist es unmöglich mit Sicherheit festzustellen, wann zum erstenmal ein Wallich seinen Wohnsitz im Bonner Ghetto genommen hat. Denn Wasserfluten haben gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Aufzeichnungen der Bonner Gemeinde vernichtet. Vielleicht darf man aus dem Umstand, dass der medizinische Beruf, der bei den anderen Wallichs, wie wir gesehen haben, wie ein Erbgut, vom Vater auf den Sohn überging, sich bei diesen nicht findet, schliessen, dass die Uebersiedlung der Begründer der »Familie in Bonn« frühzeitig stattgefunden haben muss, als die medizinische Tätigkeit der Familie noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen war. Doch bleibt dies nur eine leere Vermutung, und man kann aus dieser Tatsache vielleicht sogar das Gegenteil ableiten. Jedenfalls erscheint es mir als ziemlich sicher, dass auch diese Familie verwandschaftliche Bande mit den Wallichs in Worms etc. verknüpften, und ihre Urahnen Brüder und Vettern der Stammväter der anderen Zweigfamilien gewesen sind. ג) Über Wallichs (?) in Dänemark, vgl. Kahn, les juifs de Paris sous Louis XV.,. S. 29. — 1722 erlaubte Ludwig XV. einem Abraham Wallich (aus Dänemark?) den Aufenthalt in Paris nach einer im Besitz des Herrn Albert Wolf in Dresden befindlichen Originalurkunde.

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