Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mathematik bei den Juden (1551 - 1840)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829787-2829791-2886107--33688-2886183- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mathematik bei den Juden (1551—1840). 311 etwa italienisiert habe. Vgl. Jos. V. den Übersetzer Sacuts; M. b. d. J. (BM. 1901 S. 69). — In demselben Jahre 5387 wurde ein hebr. לוח für einige Jahre dem spanischen Gebetbuche Ed. Venedig beigegeben. 1626 sind עברוגות ms. compilirt, welche mir der Buchhändler Fischl Hirsch im Jahre 1853 zur Ansicht vorlegte. Ich erkenne dieselben in ms. Strassburg 5 (Ka~ talog 1881, S. 2), geschrieben 1661 für den Jüngling Jehuda Loeb b. Salomo (»Schallit« ist die Abbreviatur שלי״ט!) aus באפזיל בורן (Paderborn, Br.), der das Buch bei seinem Lehrer Elieser b. Josef (in) Fulda studierte, von Sü sslein Meschul־ lam b. Meir Kohen פפגייא (d. h. der im Hause zum Papagei wohnte?) aus Frankfurt am Main. Eine andere Hand zitiert f. 3b Samuel aus Schweinfurt 1626 starb Immanuel Aboab, welcher in seiner um 1615—25 verfassten, nach seinem Tode herausgegebenen Nomologia (p. 105) die Absicht erwähnt, einen immer־ währenden Kalender herauszugeben, in derselben (p. 76—80) einen Abriss der Geschichte des Kalenders nach alten und christlichen Quellen gibt (Monatschr. 1904, S. 666, 668), 1628 erschienen mathematische und astronomische Studien von Josef Salomo del Medigo (יש״ר מקאנדיא), welche meines Wissens noch nicht von einem Kenner der Geschichte dieser Wissenschaften kritisch beurteilt sind; doch kann auch ein Laie daraus ersehen, dass der Verfasser nicht bloss die griechischen Klassiker derselben studiert hat, ob direkt oder auch aus lateinischen und heb״ räischen Uebersetzungen, habe ich nisht untersucht; anderweitig fällt er über die mittelalterlichen Bearbeitungen ein ungünstiges Urteil; die hebräischen besass er grossenteils selbst. Das zuerst in Amsterdam gedruckte Buch mit dem Portrait des Verfassers, damals eine grosse Seltenheit unter den Juden, besteht aus zwei Werken: אילם und