Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Geschichte der Familie Wallich
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829787-2829791-2886105--33654-2886151- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Geschichte der Familie Wallich. 279 Ein Sohtidieses Salomo, mit Namen Löb, starb 1783. Sein Grabstein findet sich in der Sammlung von Horovitz Nr. 3778. Dieser Löb hatte einen Sohn Abraham, der, wie es scheint, schon 1799 starb. Süsche, die 1814 starb und auf ihrem Grabstein Frau des Abraham Wallich genannt wird (Horovitz Nr. 4763), war wohl die Gattin dieses Abraham. Von Abraham kennen wir wiederum drei Söhne: Salomo; Michel gest. 1808; Löb gest. 1819; des letzteren Grabstein steht bei Horovitz unter Nr. 4966, er heisst dort Löb, Sohn des Abraham Rofe. Dieses Abraham Sohn ist vielleicht auch Feifer Wallich gest. 18101) (sein Grabstein bei Horovitz Nr. 4617). Ein Sohn eines der drei Brüder Meyer, Isaak und Naphtali Herz, die in Metz!lebten, muss der Arzt Jakob Wallich sein, der um die Mitte des 18. Jahrhundert in Metz praktizierte. Carmoly nimmt an, dass er vielleicht der jüdische Arzt ist, der an das Krankenbett Ludwigs XV. gerufen wurde, als dieser im August 1744 von typhösem Fieber befallen, in Metz krank daniederlag2). Der Annahme, dass Jakob der Sohn eines der drei genannten Brüder sei, scheint nun eine Notiz zu widersprechen, die sich findet bei Emile Begin, lettres messines, in Carmolys revue orientale II, p. 321. Es heisst nämlich da: »On eite (ä Metz) aux annees suivantes (suivantes ä 1716) mais sans preciser l’dpoque de sa venue »Jakob Wallich, polonais (!)«. E. Begin nennt also hier Jakob Wallich einen polnischen Juden, eine Angabe, der wir jedoch keinerlei Bedeutung zuzumessen haben, denn Herr Begin hat dies »polonais« wahrscheinlich nur aus dem Namen »Wallich« abstrahiert, indem er wohl Wallich mit Wallachei in Verbindung setzte und danach in Wallich einen aus dem Osten eingewanderten Juden sah. In Wirklichkeit ist kein Wallich *) Cf. Carmoly a. a. O. 2) Carmoly, hist. d. med. j., S. 200 f.