Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1904)
- Article
- Erwiderung [Nachricht] / Liebe, Georg
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 756 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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756 €rwidernng. Dass ich die Urkunden, deren Regesten Herr Dr. Lewinsky mit naiver Entdeckerfreude wieder abdruckt, nicht gekannt haben sollte, ist eine Unterstellung, über die wohl kein Wort zu verlieren ist. Umfang wie Charakter meines Buches verboten es, auf jede einzelne Nachricht einzugehen. Dass es wenig genug ist, was wir aus den mitgeteilten sieben Regesten über Schmoll, den Hofjuden Erzbischof Dietrichs von Magdeburg, erfahren, ist nicht zu bestreiten, besonders mit Jacob Daniels in Trier verglichen. Diese von mir gemachte Gegenüberstellung verschweigt Herr Dr. L. Ich stelle ihm mit Vergnügen meine Privat- Sammlung von Regesten zur Verfügung, aus denen ich nur die Resultate meinem Buche einverleibt habe. Dass ich für jede Behauptung urkundliche Belege habe, ist ebenso selbstverständlich wie manchem unbequem. Kgl. Archivar Dr. Liebe. Dazu bemerkt Herr Landrabbiner Dr. Lewinsky: Auf obige «Erwiderung» bemerkeich, dass ich nicht behauptet habe, Herr Dr. Liebe «habe die Ur künden nicht gekannt», sondern auf seine Worte hinwies, «wir sind wenig über Schmul unterrichtet». Es wäre sicherlich verdienstlicher gewesen, dem Smol von Darenburg, dessen Name allein bisher überliefert war, einige Zeilen zu widmen, als z. B. das Opus mit Schandbildern zu versehen, die nur «Karikaturen der Juden und des jüdischen Lebens» sind. Meine Bemerkung über «die der Gründlichkeit entbehrende Forschung jener Schriftsteller» ist wohl auch schon deshalb berechtigt, weil der Herr kgl. Archivar »Schmul« bezw. »Schmol« schreibt, während wir in den