Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Vorlesungen Ad. Harnacks über das Wesen des Christenthums
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 447 (sequence 14)
- Language
- German
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Ueber Abraham bar Chijjas Buch der Enthülluug. 44« eine so hervorragende Stellung einnehmcn wie der Gaon Saadia und Haschi, der Versuchung, das Geheimniss der Messiaszeit zu ergründen, nicht widerstehen konnten1). Wenn Maimonides die inessianischen Berechnungen Saadia’8 damit zu entschuldigen suchte, dass er durch sie die im Glauben Schwankenden habe festigen und die Trostbedürltigen habe starken wollen‘2), so trifft dies in vielleicht nocli höherem Mnasse auf Raschi zu, der, zur Zeit des ersten Kreuzzuges lebend, bei seinen messianisehen Auslegungen des Buches Daniel wohl unter dem Eindruck der unsäglichen Leiden stand, weiche seine Glaubensgenossen in Deutsch Lind in jenen Tagen zu erdulden hatten. , Eine besondere der Berechnung der Messiaszeit gewidmete Schrift ist uns von Abraham bar Chi ן ja, dein jüngeren und besonders als Chronolog und Astronom beriihmton Zeitgenossen Kascliis5), erhalten. In dieser vor dem Jahre 1136 verhassten4) und bisher nicht durch den Druck ver- «"iff'ontlichten Schrift5), die den Titel •"״ מגלת המ^יRolle oder .l) Vgl. weiter lageret Teman (in der Liehtenberg'sehen Sammlung Leipzig (־ ואנו דני! את רב סעדיה לכף זכות ונאמר שמא כור, שהביאו :1859) s. 5a לעני] זה ואע־פ שהיה יודע שהתורה אסרה זה לפי שהיו בני דורו בעלי סבי־רת רבות וכמעט שתאבד תודת ד׳ לולי הוא ע״ה .... וראה בכלל מה שיאה בדעתו לקנין הסון העש על דרך חשבו, הקציש כי־י לאכק אזתס ולדוסיף עי תוחלתם. והוא התכוון בכל מעשיו לשס שמיס ואין לטעון עליו על שטעה בחשבונותיו בי כוונתו היה מה שאמרתי. :t) Auf die ZeitgenosseiiBchaft Kaschi's und Abraham bar Chijja’,׳« weist schon Isaak Abravanel hin. Beide, sagt er, lebten zur Zeit des Papstes Urban II, als Jerusalem von den Kreuzfahrern war erobert und Gottfried von Bouillon als König von Jerusalem war eingesetzt worden•. Auf diese im Wesentlichen richtige Annahme hat ihn wohl eine Bernerkung A. b. Ch.'s gebracht, aus der hervorgeht, dass Jerusalem zu seiner Zeit im Besitze der Christen gewesen sei (vgl. weiter S. 450 Anmerk. 1). 3 ,11 מעיני הישועה (Ferrara 1551) S. 22 b: ביפי האפיפיור הנקרא אורבאנו הבי יהיה זה בימי רשי־י ובימי רב אברהם בר חייא ע״ה ולכדו את אדע ישראל והמליכו מלך בירושלס את נודרוסי שר משרי צרפת והחזיקו בה שמונים וחמש שנים. Das. XI, 10 S. 119a: והגאון והנשיא הדי אברהם בר חייא ורש״י ז״ל הסכימו על זד הקץ בהיותם רחוקים יותר סמאתים שכה 4) Vgl. Ziemlich (nicht: ״Perle8a, wie Steinschneider Hebr. Uebers. S. 572. A, 251 angiebt), Abiaham bar Chija und Jehuda Halevy in Monatsschrift 1880, S. 373. ö) Ich benutze eine Abschrift aus dem Codex hebr. 10 dor Münchener Konigl. Hof- und Staatsbibliothek, die ich der Güte des