Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 2)
- Language
- German
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876 Besprechungon. Citat passt jedoch nicht in den Zusammenhang, da es sich um Belege dafür handelt, dass Hiob ״Gott gegenüber ungeziemende Worte gebraucht 11atu. הודיעני על גז״ תרבכי ist Citat aus Hiob 10, 2. — Verf. übersetzt הטוב לך בי תעשוק iuit: «"Fürwahr, Feindseligkeiten hegst du gegen mich**, während wir es mit einem Citat aus Hiob l'>, 3 zu tbmi haben, das die Bedeutung hat: «Geziemt es Dir, dass Du bedruckest״ V — תחשבני לאויב לך ist Citat aus Hiob על צדקו נפשו סאלהיב — .21 ,3נ ׳)Hiob 32, 2) übersetzt Verf. mit: ״Er behauptete vor Gott sein Kocht“. Biese Uebersetzung ist unrichtig, es heisst (auch nach I. E.): «weil er sich gerechter stellte als Gott“. Den folgenden Satz hat Yorf. nicht verstanden; 1. E. sagt: ובשלשת. ריעיו היה אפו על אסרב שהשב צדיק דק וזה טע צהיד צדיק ואין ספק שהשב צר י־״ו איוב הוא רשע איוב. Verf. übers.: ״Auch über die drei Freunde zürnt er, weil sie sagen, dass Hiob sicherlich ein Frevler sei, und nicht die Möglichkeit zugeben, dass er ein Gerechter sei. Kein Zweifel ist darüber, dass Gott gerecht ist; das bedeuten die Worte: sie hielten Hiob für einen Frevler3 ,32) ״). Wieso bedeuten diese Worte die Gerechtigkeit Gottes? Und warum lasst Verf. שהשב צדיק in der Uebers. weg? I. E. sagt vielmehr: Elihu zürnt seinen drei Freunden, weil sie sich gegen Gott versündigten, indem sie sagten, er sei gerecht, während die Gerechtigkeit Gottes über allen Zweifel erhaben ist und der Verteidigung nicht bedarf, und ferner weil sie sich gegen Ilioh vergingen, da sie ihn zum Bösewicht stem- ן eiten, während er doch gerecht war. — Gleich darauf heisst es in I. E.: ואמר לאיוב שהיד, מ ת ר עב על דש ב בעבור שלא ישיבנו כי בל דבריו לא יע;ד,. Verf. übers.: ״Und zu Hiob sagte er: Du wunderst dich, dass Gott dir nicht geantwortet hat, aber deine Worte sind nicht zu beantwarten“. Nun ist aber כי כל דבריו לא יענה Citat aus Hiob 33, 13 und bedeutet: (Warum haderst du mit ihm), ״dass er keine seiner Thaton verkündet“? I. E. führt die Worte als Beleg für שלא ישיבנו an, während Verf. in ihnen I. E/s Antwort siehtI — ״der kein An30110n der Person kennt“ (53 ,ין) ist Citat aus Hiob 34, 19, ״und sein Pfad ist mit dem der Frevler verbunden“ Citat aus Hiob 34, 8. — p. 11 ist bei Anführung derjenigon Werke I. E.'s, die er in seinem Hiobcommentar citirt, noch Exodus (cf. .Schlusswort p. 54) zu erwähnen. Breslau. Dr. Ludwig Levy. Heinrich Lai bis, k. Gymnasiallehrer. Der Tosofta-Traktat Berachoth aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt. Programm des k. bavor. Progyumasiums zu Kotlienburg c. Tbr. i'iir das Schuljahr 1901/02. (.1. Kauffinann, Frankfurt a. M.) 111 und 32 S$., 8. Von dom Wunsche beseelt, dass die Tosefta ״der deutschen Wissenschaft zugänglicher gemacht werde“ und auch der neutestament* liehen Theologie1) .Nutzen bringe, iil!en׳sotzto L. den ersten Traktat derselben, um dadurch ״die Aufmerksamkeit wissenschaftlicher Kreise auf diese so: lange versäumte Aufgabe“ zu lenken, Die einzige lateinische Uebersetzung zur 12 ״. und 5. Ordnung der Tosefta, die von Blasio Ugolino, einem zur rüm.-kath. Kirche üborgetretenen jüdischen Gelehrten, D L. ist auf diesem Gebiete thätig. Er ist der Verfasser der Schrift ״desus Christus im Talmud“ (Leipzig, 1901), in der alle Talmudstellen, die sich auf den Stifter der christ.1, Keligion beziehen, zusammengestellt und nicht ohne Geschick übersetzt und erklärt sind.