Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Purim und Parodie
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829768-2829771-2884430--31974-2884519- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
0ד1 Purim und Parodie. 21. M—1—r, Das alte Purimspiel nach neuem Schnitt und Stil, In 2 Aufzügen. Frankf. a. M. (wann?) 22. Rosde, Esther und Haman, Ein Purim-Lustspiel in einem Aufzuge. Wien 1884. Anonyma. 23. Comedia famosa de Aman y Mordechay, Nuevamente eatampada, corregida . . por Ishac de Abraham Cohen de Lara, Librero Espanol y Porfcuguez, vendende en 8u casa. En Leyde 1699 (42 p, 8°).— II. B. IV, 103; Kayserling, Bibi. Esp. p, 39: Yerf. ist vielleicht Antonio Henriquez Gomez. Inhalt und Mitteilung eines Schachrätsels bei Van der Linde, Gesch. des Schachs]). IT, 281. 24. Heiteres für Purim: I. Ein Purim beim Schwärtauer Raw, Posse mit Gesang. II. Der Wunderarzt. Sumori8ti8ches Intermezzo. Anhang: 2 Hochzeitsdeclamationen. Frankf. a. M. (wann?) 25. Eine eigentümliche Anwendung des Purimspiels, vielleicht zur Befriedigung von persönlicher Feindschaft, ist das wahrscheinlich niemals gedruckte ״Spil von tab (taub) Jäcklein mit sein Weib, Kindiein und mit zwei SünliclL fein“, welches gegen Ende des XVI. Jrh. zu Tannhausen ״alle Purim״ aufgeführt wurde, wenn man dom anonymen Verfasser eines jüdisch-deutschen Liedes glauben darf, welches 1598 verfasst und noch 1620 copirt wurde. Das satirische Lied findet sich vollständig in ms. Carmoly 191, jetzt Bodl. Neub. 2420 (s. F. Rosenthal, lieber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschafcs-Lieder in hebr. Lett, Dias. 1888, S. II); ein grösseres Fragm, v. J. 1620 habe ich im Serap. 1864, S. 102, U.-450 näher beschrieben. Die Sache bedarf noch näherer Aufklärung. V. Künstliche Compositionen. Diese Gattung steht nur in einem losen Zusammenhang mit der Purimliteratur. Wie in der darstellenden Kunst die künstlichen Verzierungen, die man lange als ״Arabesken״ bezeichnet©, die wechselnden Formen spielender Phantasie, eis höchste Leistung sich geltend machen, so tritt auch in der späteren arabischen Poesie eine Künstlichkeit der Form als Selbstzweck auf. Die Beschaffenheit der Schrift, die Identität verschiedener Buchstaben* die; sich nur durch diakritische Punkte unterscheiden und in der Regel ohne