Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1901-01-01 · Heft 5 · p. Seite 469

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
45 (1901)
Issue
Heft 5
Article
Leipziger Messgäste
Date
1901-01-01
Page
Seite 469 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829753-2829759-2883616--30954-2883676
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Leipziger Messgäste. 469 Quellen1). •Aber auch die allg emeine jüdische Geschichte, besonders die jüdische Kulturgeschichte, wird manchen Schatz aus dieser Nomenclatur heben können. Wie in einer Unzahl von kleinen deutschen und österreichischen Ortschäften Juden sich ansässig gemacht haben, wie sie dem Controlleur an der Wage schon damals deutsche Ruf- und Familiennamen anzugeben wissen, wie in der Umbildung der Kamen, in der Aussprache der Ortschaften die deutschen und polnischen Juden sich, scharf markieren, das sind z. B. Merkmale, die als besonders auffällig hier herausgegriffen sein mögen, denen aber die Specialforschung noch manches Interessante wird hinzufügen können. Ich selbst werde die folgende Zusammenstellung nur als einfache Geschichtsquelle an dieser Stelle wiedergeben und habe deshalb alle näheren Kamen-Identificierungen u. s. w. selbst da unterlassen, wo sie an der Hand der bisherigen Quellen leicht möglich gewesen wären. Die Identificierung und geographische Fest- Stellung der Ortschaften ist auf Grund des grossen Handatlas von Debes (Leipzig 1895) und der beiden bekannten Nachschlagewerke von Büsching und Ritter2) erfolgt. Wo sich die Feststellung nicht ermöglichen liess, ist ein Ausrufungszeichen beigesetzt; die auffälligste Aussprache ist in Klammern mitvermerkt. Die näheren L a n d e sbezeichnungen sind nur dann in Klammern hinzugefügt, wenn die Messbücher selber sie angeben. D bedeutet Diener, als ־welche sehr häufig Böhne, Brüder oder sonstige Anverwandte fungieren; das YerwandtschaftsVerhältnis ist gleichfalls nur dann bemerkt, wenn die Messlisten es verzeichnen. Die Zahl der die Messe besuchenden Frauen war übrigens immer nur eine geringe, wie sich das aus den vorstehenden Tabellen für die Jahre 1675—1684 ergibt; von da ah ist in den Messlisten die Zahl der Frauen einzeln nicht mehr angegeben. D ist nur dann beigefügt, wenn die Begleitung durch Diener regelmässig erfolgte. Jahreszahlen endlich, welche durch einen Strich verbunden sind, weisen auf ununterbrochenen Besuch der Messen hin; U bedeutet den Besuch mit Unterbrechungen. Einer der andauerndsten Ein Vergleich der hier genannten Prager Juden z. B. mit Hock- Kaufmann, die Familien Prags (Pressburg 1892), bietet eine ausserordentlieh grosse Menge dankenswerter Ergänzungen. 2) Büsching, Erdbeschreibung, Hamburg 1788/89, Bd. II u. V. Kitters Geogr.־statist. Lexikon, lierausg. v. Penzler, Leipzig 1895.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.