Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Einige Bemerkungen zu Eusebius' Onomasticon
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 511 (sequence 7)
- Language
- German
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Einige Bemerkungen zu Eusebius’ Onomasticon. 511 S. .538 einen praefectus ärcendis latrociniis in Noviodunum (Nyon) der Colon!a Julia Eqnestrimn. Dasselbe mag vielleicht bei manchen von de!״ anderen b. Ens. erwähnten *ppoöpia in Judäa der Fall gewesen sein, denn auffallen muss ja, dass sie von Eusebius fast alle an die südliche Grenze Judäas oder in die Nähe derselben verlegt sind. Sicher aber trifft dies bei einigen Militärbesatzungen in Peräa 11. Arabien zu. Von der Militärbesatzung in Mefaat sagt Eusebius: svüa ־׳-ppoöpiov ijx71)7)70:1 aTpct-iaj-tov Tzapa TY|V zpr!\xov, und als Grund für die Militärbesatzung in der Gegend Arnona führt er 017. 7b ,foßspöv 700 707100 an. Längs des Wüstensaumes waren übrigens schon lange zu diesem Zwecke vor der Zerstörung des Tempels Wachtposten aufgestellt (Appian, Syr. 51), 11. Ammian (ed. Gardthausen, p. 39) begründet den ßeichthum Arabiens an Gastellen damit, dass man die benachbarten Horden abwehren wollte (beide Stellen bei Krauss, Magazin f. d. W. d. J. 1892, S. 228 11. 227 citirt). Ausser der erdrückend sorgfältigen militärischen Obhut verdankt Palästina der römischen Herrschaft den Bau vieler Strassen. Schon K. Juda b. Hai erkennt es an, dass die Börner Strassen anlegten und Brücken bauten, (b. Sabbath 33b. תקנו שווקים תקנו גשרים, vgl. auch die Entgegnung B. Simon b. Jochai’s daselbst, beides wird in eine spätere Agada fast wörtlich eingestreut, s. b. Aboda sarah 2b). Aus Eus. können wir die Strassen Palästina’s — zu s. Zeit — reconstruiren. Um die Lage' eines Ortes genau zu bestimmen, giebt nämlich Eusebius die Entfernung desselben von einer Hauptstadt in römischen Meilen an, manchmal sogar gleichzeitig die Bichtung der Entfernung. Aus einer Angabe, wie: dass Hebron 22 röm. Meilen südl. v. Elia lag, kann — glaube ich — mit Becht geschlossen werden, dass eine Strasse die beiden Städte v ereinigte. Das beweist die Bemessung in römischen Meilen. Viel sicherer noch kann z. B. aus der Angabe, dass Ekdippa 9 m. p. v. Ptolemais a7uov70>v Tupov lag, geschlossen werden, dass eine Strasse von Ptolemais nach Tyrus über Ekdippa (9 m. v. Ptolem.) führte. Wäre dem in Wirklichkeit nicht so, dann hätte die nähere Bestimmung (׳mov7a>v . . . ) eigentlich keinen Zweck. Manchmal erwähnt Eus. die Strasse selbst. Wir theilen nun die bei Eus. so angegebenen Strassen in 3 Kategorien: I. in solche, von denen der Anfang und die Mündung der Strasse und die Entfernung einer Station angegeben werden; II. in solche, bei denen die Entfernungen der Station nicht angegeben werden. (Die wenigen Stellen, wo statt des Ausdrucks d7uöv7uw