Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Das Landesrabbinat in Kremsier
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2829132-2829727-2829736-2882130--29450-2882168- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
l>as b;nnlcsruM>n1;;t in Kreiiisicr. welche damals eine Zeit der I>lüte;m<4<1׳ >n»ciirn war. I>«kr t;1 uli111 wachsende Wohlstand rief (len Neid < 1«1 r 15»*\־r»lk«T1111.LT wn«11, so dass Hiselmf Carl 111. ״zur Verhütung aller I hmnrulii־ <r1m«r iiiid wegen öfters entstandener l" 11 \־t*r1n׳l 11111111 l:*«•!! mul Irrungen* eine Matter zwischen der Judengnsse und der < 'liristenstadt;1 ui*tT1111וןיד iiess (l<bS1>). Nä« 11 si Niknlsburg war Krem>ier di(* /.weit(‘ Gemeinde, welche Wohlhabenheit mit \\ י * h 11 hat igkeit vereinte. Sie gab bedeutende Summen her zur Auslösimg der < befangenen ihdgrads, \«m denen Josef ihn Danan, der hier die Kumh‘ von dem in Nikolshurg erfolgten Tode seines Lehrers Josef Aimosiiino vernahm. gastfreundii< he Aufnahme fand, und die lirüder Moses und Kriedmann K<dm in Mer Judcngassc Häuser erwürben. Allerdings b11ans]n־u« Iden di(‘ Wiener Nihutz־ juden dafür in ihrem nhlil ganz unbere! hl igt en erhöhten Selbstbewus>tsein besondere Vorrechte vor den einheimC; heu Hntert hamm. Sit‘ beklagten sieh!»♦*im Dis.diof, dass sie von den mährisehen Jmhui zu wenig ästimirt würden, obwohl sie es d<>. h durch ihren idi 111111 >s dur«!!gesetzt hätten, dass nur Wiener,' Männer ihres Anhanges, wie Mendel, Solm de־־״ Abraham f D‘>7 1 bis lkxg), Schwiegersohn des Wiener Kxuhintrn Meir Drink, und Nathan Keitel (löst löNö). ein naher Verwandter des Cründers des hiesigen Hel ha-Midras; In Josef ha-Le' h zu Kabbinen gewählt wui‘di‘11. In diesem immerhin hegreinichon I>in 1 k<11 mögen sie für <1 *‘11 mit ihnen befreundeten Uahhiner (hu־ zweitgrösst(,n < Jennunde des L.indes (‘inen bevorzugten Ib.ng angest reht halien. deich den Mälirisehen S(dlt(U1 au■11 die Wiener Juden wie sie si« h mit Stolz nannten, ihren eignen Landesrabbiner haben. ob nun (hu־ Disehof diese Lrnennmig «;us eigener Initiativ(‘ oder auf Anregung (hu־ Wiener vollzogen hat, wissen wir nirl1t. Die Thatsaehe aber steht fest, dass zu einer nicht näher festzustellenden •Zeit das Lamlesrabbinat als eine zurecht b(‘st(‘hende InMitutiי>n ins Leben ־״(,rufen worden ist. Hat si, 11 auch die Urkunde nicht erhalten, aus der das Datum ersi« htü.־h wäre. wann die Linriehtung zuerst ־״etroden wurde, so ist «loch aus folgendem, im fürstbiselmtl. Archiv vorhandenen, vom Disehof Karl 11. gefertigten Ihu־don zu entnehmen, dass sie im Jahre löst) bereits bestanden hat. Die Urkunde hat folgende i'bersehrift : ״Jüdischer Derdon de anno lös*.). iieunt zu Kndgesctzteil Dato d(‘s 11'xSbten Jahres. Ist von uns La ndra h bi nern folgende l>erdon abgeredet, geschlossen und zu Papier verfasset worden*. Mehrere Urkunden darüber, aueli diejenige vom Jahre