Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Das Landesrabbinat in Kremsier
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2829132-2829727-2829736-2882130--29448-2882166- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Das Landcsrabbinat in Kremsier 3G1 hat ihr das Bisthum durch die am Gemeindehaus«‘ und am Tempel angebrachten bischöflichen Wappen sein Gepr;'1״e auf״edniekt, sondern auch ihre innere Verwaltung lässt (*inen Zu«־׳ der ־״eistknechtenden und hemmenden Kirehenziieht nicht verkennen. Kxeommunieationen, Bann]e״un״ent Aussehliessun״en von der («emeinde und von Khrenämtern, Kntziehun״en des o«d»rüuel11iehen Khrentitels beim Aufrufen zur Thora konnn.en lumli״ in ihrer Mitte vor1). Aus dieser eigenartigen Veriassun״ dt*s <iemeindewesens hat sich das handesrabbinat heraus״ebiIdet. Denn auf (!rund derselben nahm auch der Rabbiner ein»* ״an/, besondere Siellun״ ein. Kr hin״ ״unz und ״ar v<m der Dunst und rn״unst des Kiivheniursten ab, de!• für die l>est;1ti״un100 ״ Dmaten und IT11־ di»׳ neue Conliruiirun״ nach )(*dem T Jahre S DueaJen (*rliielt. und bei diesem Anlass den Rabbiner nach Belieben ein- und absetzen konnte. In seinem Aufträge s<» 111e der Rabbiner über Schuldige den Dann ausspreclien, die ״ewähllen Vorsteher beeidigen, der Kinsehützun״scommissioi1 den sogenannten Verheitnliehun״ssrhwur abnehmen, jeden Kreita״ bei der Heredmun״ des Berdons (Steuer), zu d1*ss*»n fasse er den Sehliis־ sei hatte, anwesend sein, die Stiftungen überwachen, den Kaut’ und Verkauf eines Hauses oder S< hulsessels ei״enhändi״ im Drundbih In* bestäti״en und Kinder und Brautleute im!»eisein der Oberaiutmannes examinireii. l’eberhaupl behandelte der Biselnd •) Di<*;111 (* AltimkI(‘. in wclrlmr der kleine und grosse I>;111 n uaeh der Aimrdmum• Heer Sataimws ver׳/.eie!met ist. «•nt halt einen Scüvn>>pnic|1 für 11 i(1 Jen i׳״en. die sich Voll den A usiiesl usseneii und Ycrlianntcii l'ernlia 11 en. 10־ lM‘*_!innt mit «len Werten 2 ייצי־אי־ •הביז־' העלי־ •'S'!:י •צבי ך ־־־*: hnler hel/t«־reiu ist «ler stets mit <l<‘1u I*rä«Ii<•;11 :«:־»:! ך,״uaiml e Fürst hisclml'!!cuiciiit. hi«־s«T hedient«' si«dl f>ei ]"«•«U*r 0וו,»צ!־»1,יheit des Ihiimcs;. 1 s des \virk>a111 sI eil Mittels, uni di«• Wahrheit an den Tai: zu hri 11 l!«• 11. Muli wehrte sieh auch mit aller Macht 1!׳eLr«־n die HaunleiruuLr. S«» hes«d1werl sich M«».ses Kür>«־hner beim Fürst hisclmf über «las inopportune V*»r1r«‘l1et 1 1 >avi«l Klaus, der ihn und sein Weih trolz ihrer Armut w»'l׳vii ein«׳!• Kcsts«׳lmhl mit •l«־m I Om ne lndeium lassen will, worauf hier statt dessen am ls. .luli I(i'.M «Ii«1 Vornähme einer ordentlichen Abrechnung v«»r «ler ganzen 0«,1nein«le Lvhoteu wurde. 0«־r vom Kaiser Ferdinand privileuirte Wiener Jmie Israel \\«>11' erklärte sieh bereit, unter «l«־m Hanne auszusa,Lr<־n, dass «,r seinem Nachf«de־er «las «ranze Tnzjreld 1־ Yerzehrnnj.rs־St«*uer! ühcr-irchcn hat f 11!י.'»,!. Am 20. Auiuist 1710 ordnete die ]]«d'kanzlei an, über .!eilen den höchsten Hann aussprechen zu lassen, der sich \vei״vrt. üher di«• Vermö.irensve.rhiiltnisse des wej»ren betrügerischer Schulden tlüchtio־ ^‘Wordenen Saioinon Zacharias Auskunft zu ertheilen. Da das Kabbinat damals vacant war, wurde der Rabb. von 011,1(. Rro«l herberuten. Kacr Kies, der Srl1wicovrs«dm des verdienstlichen Vorstehers Simon Kies, wurde auf drei Jahre des Amtes eines Kirchenvaters und des U11ab«*rtiuds für Verlust!«׳ erklärt.