Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 6 · p. Seite 286

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 6
Article
Eine dunkle Pesikta-Stelle
Date
1898-01-01
Page
Seite 286 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2829132-2829713-2829720-2881261--28651-2881318
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

28r> Kiii«* dunkle lV.sikia-Stullo. sein, Uehrigens ist dir von Buher in den T«'\t aufgenominelle Lesung schlecht bezeugt; 1111111־ zwei Handschriften der lVsikta haben הרגה עקרה,: die Oxforder Hs, und dalkut ך,רי גא עקרה Von allrn dd'srn Lescartcu sagt. ]*über mit Uccht: אין להז פה-ן. Jcd«>eh ist den* Sinu unsrer Stell(' leicht zu «Tuiren, wenn wir «li«‘ i>111 mm* entgangene Parallclstelle vor״ gleichen. In Sehir rabba zu 1, 5 losen wir nämlich: 'ר׳ ביב נ״עיס ר ראיכן א:יר ר:* עקרה הא רנה עקדיהא הקא אלא ייגי עקרה ׳פלא •לרה בניס לגיהגס. Ulan sieht. dass in drr Pesikra von diesem ganzen Ausspruch«־ nur drr Name des Autors Hb Kriibrn) und die Frage ״,«,!)lieben ist; der Name des Tradenfrn (ll. IVibi) mul die Antwort sind ausgefallen. Die Frage betrillt den Widerspruch״ drr in denn Nebeneinander v«»n רני mid עקרה enthalten ist. ..ist das (Irgeustand des Jubels? (״ ”(הא רגהEs ist «loch von Unfruchtbarkeit die LYdel” I )araul ״*lebt, der Agadist die Antwort: ..Zion wird insofern ..dir Unfruchtbare” genannt, als sie keine Kinder 1ür die Hölle gehören hat, Zions Kinder nicht für die {[<"»11(־ bestimmt, sind”. Und als Unfruehtbare in diesem Sinne wird Zion (Israel) zum Jubel aufgefordert. Aus den Worten der Frage ist in der Pesikra nach der einen Leseart ״,«•worden (הרינה ( הא רינה עקרה. Durch Verschreibung des ה in ק ist dann die Variante קרינא entstanden. IVhrigvns ist die Fra1 ‘»־״L beubens dieselbe, welche nach b, I »orachnth JOa ein K(*tz«*r (ייגא:, Ausgaben צדיקי) an Beruria, die («attin K. Meirs rirht«־te: פהיב רני עקרה לא ילרה דפים העקרה ר:•: (so die ursprüngliche Leseart, s. Bahbiuowiez z. St.). Die Antwort Beruria’s ist dieselbe, welche hier 11. lYuben giebt; nur lautet sie deutlich«■!* und mit; polemischer Spitz«■: אלא :לא' רגי עקרה רני ננפה ישראל יפדוגלה לאיפה עקרה *פלא יל רה בניס לגיהגם ברה״כ' . Es ist mm selir merkwürdig, dass dieser auf Bcruria•, die («affin Meirs, zurückgohcnd«*n Deutung der Worte ר:י עקרה in der Pesikta. wo sie dem Agadisten Keuben ziigesehricbcn Ist, eine ander«‘ Deutung folgt, als deren Autor Meir scl!>st genannt ist: א״ר :*איר רגי עקדה עקירה א• כיה *פעקריה איכייה העולם. Vielleicht hat Hcuben —־ ein etwa am Anfang «les 4. Jahrhunderts lebender Palästinenser — beide Deutungen nebeneinander tradirt, die Berurias und die ihres ]Mannes. Die erstere wurde dann ihm selbst zugeschrieben. Jedenfalls ist es ein in der agadischon UobeiTioterung allein dastehender Fall, dass Mann und Frau einander als Urheber von vorschiedenen Deutungen desselben Textes gegenüberstehen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.