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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 2 · p. Seite 86

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 2
Article
Die italienische Litteratur der Juden
Date
1898-01-01
Page
Seite 86 (sequence 7)
Language
German
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Zum Jubiläum dos ersten Talmuddruuks in Deutschland. 86 Da hiess cs denn für Gottschalck schleunigst Vorgehen, wenn er seinen Concurrenton zuvorkonmiun wollte. De! Weg, den er zu gehen hatte, lag offen vor ihm. Die durch die rabbinischen Approbationen Lehnmim gewährte Schutzschriit von zwanzig Jahren konnte nicht angegriffen werden; an ihr lag auch Gottschalck weniger. Weit wichtiger waren ihm die kaiserlichen Reichs- und kurfürstlichen Landes- Privilegien. Die in ihnen gegen Nachdrucke gewährte Zeit von 12 Jahren war längst abgelaufen; es handelte sich also darum, schnellstens eine Erneuerung derselben auf jede Weise durchzusetzen. Gottschalck richtete deshalb im Jahre 1710 eine Eingabe an den Kaiser in Wien, in welcher er nasführte, dass ßecniaim den Tahnuddruek auf Grund des seiner Zeit verliehenen kaiserlichen Privilegs zwar begonnen, aber dann auf ihn übertragen hätte; falls ihm jetzt der weitere Genuss jenes Privilegs entzogen werde, so würde er den grössten Schaden erleiden. Eine nähere Darstellung des Sachverhalts hat Gottschalck offenbar absichtlich nicht gegeben, auch sein Yorältniss zu Berend Lehmann ebenso s'dilschwcigeud übergangen. Anstandslos wurde ihm deshalb am 1H. Oktober 1710 ein neues kaiserliches Privileg auf weitere 10 Jahre ausgestellt. Welch* weitgehend(*. Befug 1ms — nicht nur alleiniges Druck-, sondern auch Vorkaufsrecht des Talmuds in ganz Deutschland! — ein solches Privileg zugestaud, mag aus dem Wortlaut desselben ersehen werden. Wir Joseph von Gottes Gnade!:, Envehlter Siömijdjet ju affen ,geifcen, SüSeljrer öe§ Sieicyg, in ©etntamen, git $ungatn, ööfjinen, EaWaiien, (Kroatien, unb ©ctaöonien, Stimig, ©*^ergogen gu Öftere idj, §crjog ju SSurgunb, ©te!)r, Oarnfcett, G&raui unb SüttemBerg, ©raf ju Styrol. SBecfeunen byfentliu) mit biefeu SSrief mb tjjmt?unb affermärmigtiel), ta| Un§ Unfer unb be§ SJekv:4 Sieber getreuer SJiidjaei ©ötifdjalc! oller 1raterfcf)ämgft ju &cmcl)nteu gegeben, &a§ tpar non unfenu in ©oft rufjenben §crrn Sieter unb SJor־־ fahren am S7eid) WetjL Stayfer Lcopoido glormttrbigften an־־ ׳ fcenöenS dem 'Sodann ©fjtifiopb öedmann Soctori unb Professori Bet) her üuiversitaet ju Franckfurfch regelt einer neuen edition bc£ Zabnut§$ auf jn5ölff $a§r ein affet* gnäbigdeä ßatyfcil Privilegium impressorium erteilet, (Sr md) biefeS SSuc§ ju brucEen augefangen, allein fclbigeS yi feiner Salttommenljeit nidjt Bringen sounen, unb baljero ifjm foföjeB legitime eedirt, folgUd} ba$ ganje SBexc? auf itjne transferirt!jette, mit getjorfarnfter SBitt, weil bie in o&Befagieu

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