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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 530

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 530 (sequence 2)
Language
German
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530 l*lls »יס0יוו1$01)11*»י(*» der Jerusalemer an <110 Juden in Aegypten. Mittheilung, dass er im 25. Jahre dos Avtaxerxos nach Judäa gewandert soi, 111 Anti<|11it. XI, 5,7 berichtet Josephus weiter, dass durch dio Nachstellungen der Samaritaner viele •IudiM» ihr Lehen verloren, erledigt dann Nchem. 3, 1—3S in einem Satze, ebenso 4, 1'!7, in dessen Auszug er die Angabe einfiigt, dass Xehemias zwei Jahre und vier Monate, so lange die Arbeiten der Mauern dauerten, alle Anstrengungen ausliielt, und dass die Mauer erst im 0. Monate des 28. Jahres Artaxerxes* vollendet wurde. Neheim 5, 1—10; 6, 1 —10,40 bleibt völlig unbeaebtet mul nur die Aufforderung Xehemias’ an die Bevölkerung Judäas, nach Jerusalem zu ziehen, aus 11,1 wird berührt. Dagegen wird berichtet, dass er derselben aut‘ eigene Kosten Häuser erbaute, und, naehdem mit Ubergehung von Neheim 11 —13 mir noch in allgemeiner Sehilderuug seiner V erdienste gedacht wird, meldet Josephus seinen Tod. Auf Grund der Vergleichung dieser so eigenartigen Darstellung mit dem Huche Xeliomia hatschon Bloch (Die (Quellen des Josephus, Seite 77) erkannt, dass Josephus nicht aus dem kanoniseboii Xehemias, sondern vcrmuthlich aus dem verlorenen Schlüsse des upukryphischcn Ksra geschöpft hat. Leuchtet der erste 441011 dieses Urthoils ohne Weiteres ein, so spricht gegen die letztere. Yermuthung mit alh*r Hestimmtlieit der Umstand, dass das apokryphisohe Esrahueli 1‘ine. gute Übersetzung1) mehrerer Abschnitt(‘ aus dem kanonischen Ksra enthält, in welche nur die Erzählung vom Pagemvettstreite eingesehobon ist Dein entsprechend hätte dasselbe einen Thoil des Huches Xehemia ebenfalls in getreuer Wiedergabe, enthalten und ein Auszug aus dieser hätte bei Josephus die gleiche Ausführlichkeit zeigen müssen, wie der aus Ksra. Hierzu stimmen jedoch die Kür/a‘ und Abweiehung seiner Mitthcilungen, die mit dem ]hiebe Xehemia parallel laufen, und die ausführlichen Berichte über Vorgänge, die in jenem sieh überhaupt nicht finden, sehr schlecht. Diese Wahrnehmung sehliesst zugleich die Annahme aus, dass Josephus vielleicht aps dem Gedächtnisse gearbeitet habe. Es muss somit eine andere, und zwar, wie ■die Abweichungen vom Bibeltextc vermuthen lassen, eine hellenistische Quelle gewesen sein, aus der er geschöpft hat, und deren cliarakteristisehes Merkmal scheint die ausführlichere Behandlung der samaritanischcn Bosheit und daneben die der Gunst, welche heidnische Könige dem jerusalcmischen Tempel zu- *) Vgl. Nestle, Marginalien und Materialien, Seite 23 ff.

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