Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Zu R. Jakob Emdens Selbstbiographie
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 428 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829696-2829706-2880730--27945-2880781- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
428 Zu K. «I;1 ko)» Kmdens Selbstbiographie. des Hai >1 >i 1 M‘1'^ von Jnngbunzlau, Mose Isak Spiro’s, der seine Tochter Elkele R. .Jonathan zur Frau gab. Durch eine Verkettung von Umständen hing die Sicherung eines Theiles von R. Zebi Asehkenasi's Vermäßen an der Zahlungsfähigkeit Monlochai Cohens. AIif diesem war nemlieh Ilendele Cohen. d<״r Sohn des trefflichen Mitbegründers der Altonaer Gemeinde, I\. Mose K\ Löl1‘slb geschäftlich so eng verbunden, dass die \ alidität der Forderungen Ii. Zebi’s, der Wechsel von Heudele <,oben in Händen hatte, völlig auf der Sicherheit Mordecliai’s ruhte, ilendele Cohen hatte den Fehler begangen,;10 000 rrhaler, die ihm von Morde,cliai zum Ausgleich angeboten worden waren, zurückzuweisen. Fs kam zum Processe vor den dänischen Behörden, der durch Mordechai's Tod eine traurige Entsclieidung fand. Wohl waren im Nachlasse angeblich noch neunzigtausend Thaler haar zurückgeblieben, die aber trotz dies Beschlages, der darauf gelegt worden war, durch Bestechung der Wächter entwendet wurden. Als R. Jakob Emden 1719 einen auf tausend Reichsthaler lautenden Wechsel eincassiren wollte, den er als Erbe des Vaters seinen Geschwistern abgelüst hatte, war die letzte .Hoffnung seines Schuldners Ilendele und seine Zahlungsfähigkeit weggeschmolzen. Auf dem Friedhofe von Altona hat das Grabmal Mordechai Cohens sich noch erhalten. Die Grabschrift, lautet2): נבטי• בך ארך ראשון תע״ה איש. משבט יצי־קה עשה י^בי“ העם ראש ומנהיג רעדת רהיל ו<ה1|ר1חי, רבנן בלבי וזן עני<א11ים1 םבר>1.הו|ך ב[י1הו ה״ה הקצין ב״ה מרדבי, בהן בי־מ דק"ק אלטינא בן בי׳מ ב׳ אלי' בהן דל נין ל ה רב אב״ד רק״ק הענא מהו׳ דור בהן זצ״יל Wir wissen jetzt, warum R. Jonathan Eibenschütz, der die Jahre 1713 und 1714 in Hamburg verbrachte 3), plötzlich nach Prag zurückkehrte. Es war der am 23. Februar 1715 erfolgte Tod sejues Grossschwiegervaters Mordechai Cohen, der seinem ruhigen und sorgenfreien Leben ein vorzeitiges Ende bereitete. Das Vermögen war unter der Hand zerrönnen. Nicht nur Mordechai’s Kinder, sondern auch die seiner Brüder Nathan, genannt Natesch und Grün ״Jacob, מגיר. ספי (י p. 11) —20 und 67 n. 1. 3) Nach einer Copie de« Herrn Habb. Dr. M. Grunwald m Hamburg. 3) Dembitzer a. a. 0.