Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 1)
- Language
- German
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Besprechungen. 384 114‘hriiist‘lien besessen hat. und sollt«» <*r di«׳s mit der captatio beimvt.•- lontiae in seiuen: Prolog haben verschleiern wollen? Verneint, man dii-se Frag»* und nimmt an. dass auch andere Uebersetzor ungefähr auf denn- H<׳)b«*n Niveau gestanden haben, daun müsste allerdings durch unsere Fragmente allen alttestanmntlicheii Exogoten das Gewissen in Bezug, auf di*• Benutzung des LXX erheblich geschärft werden. — Noch ־ י;ne kurze Bemerkung über die syrische LVbersetzung sei gestattet, 8io stimmt thoils zum (Originale, theils zum Griechen und ist vielleicht zum Theile. wie das bei d*u1 syrischen Versionen vielfacli der Fall ist. mo1(־ dem Griechen corrigirt. Nur ein Stück Cap. 43, 3 —10 ist eine hist wörtliche Uebersetzung aus dem Griechischen ohue wesentliche 1U:\■- renz und in auffälligem Gegensätze zum Hebräer. Vermuthlich ist «ias Stück später zur Ausfüllung einer Lücke *•ingeschobeu worden (ähnh h wie die ältere syrische Uebersetzung des ersten Makkabäorbuch*•* im Codex der Ambrosiana durch die jüngere ergänzt wurde}. Kn könnte noch Mancherlei über Text und Versionen gesagt w•*־׳- den. wenn nicht der für diese Anzeige zu Gebote stehende Kaum scinm ohnedies etwas überschritten wäre. Vielleicht bietet, sich aber GcV> geuheit. auf Kinzelnes noch an anderer Stelle zurückzukommen. Wir schliessen mit dem Wunsche, dass uns weitere glücklich*? Funde noch andere verloren geglaubte Werke des hebräischen Alt*־־rthums wieder bringen mögen. Siegln und Fraenkel. Wissenschaftliche Privat - Bibliotheken. Der Heraus*;»•her des ״Verzeichnisses von Privatbibliotheken״, G. Hcdeler in L<i}»־ zig, Xürnbergerstr. 18, wird dem kürzlich erschienenen 1. Band (Amcrili.1t demnächst den III. Band ( Deutschland) folgen lassen. Um diesen wichtig11■׳ Theil möglichst vollständig zu gestalten, besonders hinsichtlich wissen* schaftlicher und technischer Sammlungen, richtet derselbe an alle Besitzer hervorragender Bibliotheken die Bitte, ihm, soweit nicht schon geschehe׳.. Angaben über Biindezahl, Sonder rieht ung etc. ihrer Büche!״ bestände zur unentgeltlichen Benutzung zu senden. Bei «len im I. Band kurz beschriebenen fiOl amerikanischen Privatbihliotheken fanden Sammlungen unter 3000 Bänden nur dann Aufnahme, wenn hoh• ׳’ Werth, Seltenheit etc. dies rechtfertigten oder wenn es sich um bc* deutende Specialsammlungen handelte. Eine ähnliche Begrenzung ist auch für die (ihrigen Bände nöthig. Neben Büchersannnlungen 1 itterarischer oder allgemeiner Richtung werden wissenschaftliche und technische Fachbibliotheken gerade im III. Band ganz besonders bcrücksichtigt. Für die Allgemeinheit dürfte das ״Verzeichniss“, dessen Benutzung ein jedem Band beigegebenes Sachregister erleichtert, auch insofern lntresse bieten, als dasselbe dazu beitragen kann, dass manche wichtige im Privatbesitz' befindliche und daher gegenwärtig meist nur Wenigen bekannte Bücherschätze bei wissenschaftlichen und ]itterarischen Forschungen mehr als bisher zu Rathe gezogen werden. Wer sich des Besitzes einer geeigneten Fach- oder Hausbibliothek erfreut, sollte die Mühe einer kurzen Mittheilung nicht scheuen. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt.