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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 5 · p. Seite 240

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / G.
Date
1897-01-01
Page
Seite 240 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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240 Besprechungen. zu thun haben. lässt sich ein orientierender Überblick über die in Betracht kommeude Litteratur nicht gewinnen. Um die Litteraturkeuntnis des Verfassers zu charakterisieren, wähle ich zwei Beispiele, die mir auf den ersten Blick entgegen traten. Au der Spitze des Littcraturnachweises findet sich: Hon J. Abarbanel יאיג* אמונה• Abgesehen von der wunderlichen Form des Autornamens, heisst das Buch nicht יראיט אמונה sondern mit offenkundiger Anspielung auf Hohel. 4, 8 ראיט אמנה• Auf P)(> wird der Litteraturnachweis ״Ueber Jerusalem. Talmud*4 eröffnet mit: Bär, Geist des Jerusehalmi (Pseudo-Jonathan). Weiss der junge Theologe noch nicht einmal das sogenannte .!orusaleniische Targum von dem Jerusalemischen Talmud zu unterscheiden? Als Motto zu den Vorbemerkungen figuriert neben einem Satz aus Hegels Aesthetik folgendes Citat: ,,Legem non luibentes natura faciunt legis opera44 (Born. 2). Ich habe den Verf. in Verdacht, dieses Citat irgendwo bei einem katholischen Schriftsteller aufgelesen und die Quellenangabe nicht verstanden zu halfen. Denn daL» ein junger und noch dazu orthodoxer jüdischer Theologe mit Bewusstsein einen Satz aus deu Bömerbriefen des Apostels Paulus seiner Arbeit als Motto vorangestellt״ habe, möchte ich doch für nicht wahrscheinlich halten. Her Verf, wird ja wohl auch wissen, dass die Briefe des Paulus griechisch und nicht lateinisch geschrieben sind. G. Steinschneider Moritz: Zusätze und Berichtigung zu meinem Bibliograph. Handbuch über die Literatur für hebr. Spraclikuude (Leipzig 1850.). Sonderabdruck aus dem ״Centralblatt für Bibliothek»- wesen“. Leipzig, Otto Harrassowitz 1800. Preis 2 Mark. Das ״Handbuch‘‘ von Steinschneider ist bis jetzt das einzige brauchbare bibliographische Hilfsmittel für Geschichte und Literatur der hebr. Spraclikuude. Bis zum .Jahre 1850 reichend umfasst es mehr als 3000 Biiehertitel. Aber als erste über 1׳. Ohr. Wolf hinausgehende Arbeit auf diesem Gebiete ist es, worüber niemand sich wandern wird, trotz alles Fleisses und aller Gründlichkeit eines Steinschneider von Vollatändigkeit, und Fehlcrlosigkeit noch weit entfernt. Es ist daher mit Dank zu begrüssen, dass Steinschneider selbst es übernommen hat. auf Grund seiner nachträglichen Aufzeichnungen eine sehr grosse Anzahl von Zusätzen und Berichtigungen, über 1500 Notizen, im Centralblatt für Bibliothekswesen zu veröffentlichen. Besonderer Dank gebührt aber auch der Verlagsbuchhandlung, die durch Herstellung eines Sonderabdrukes es allen Besitzern des ״Bibliographischen Handbuches״ ermöglicht hat, in den Besitz der höchst wertvollen Zusätze und Berichtigungen zu gelangen. Eine Arbeit des Altmeisters der hebräischen Bibliographie bedarf keiner besonderen Empfehlung, Das ״Handbuch“ mit seinen Lücken und Fehlern ist längst vergriffen, die Zusätze und Bericktiguugeu werden als unentbehrliche Zugabe zum Handbuche wohl bald dessen Schicksal teilen, zumal nur 50 Exemplare als Separatabzug hergestellt sind. Porges. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt.

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