Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Assyriologische Studien
- Date
- 1897-01-01
- Page
- 193 (sequence 1)
- Language
- German
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Assyriologische Stadien. Vom D. Feuchtwang.־ אשיר .! in der hl. Schrift. Der Aufschwung, den das Studium der Assvriologie seit ־ liiclin.'ivn Jahrzehnten genommen hat, ist in den Kreisen der jüdischen Theologen bis zum heutigen Tage fast ohne merkbaren Einfluss geblieben. Diese. Erscheinung ist um so befremdlicher, als die־ Ergebnisse der Assvriologie im weitesten Sinne des Wortes von den protestantischen und katholischen Theologen sofort nach ihrem Bekanntwerden ihrer ganzen Bedeutung und Wichtigkeit nach erkannt und dementspreehend für die Bibelexegese ausgeheutet worden sind. Ebenso haben nichtjüdische Darsteller jüdischer Geschichte die neiuestr.u Resultate der Forschungen über I»abel und Assur allsogloich verwertet. Dazu kommt, dass ein Anlass zu skeptischer Stellung zu den erwähnten Studien heute vollkommen 1111־ berechtigt wäre., weil, die Krgebnisse der assyriologischeu Forschung nicht mehr — wie etwa vor 00 Jahren — theilweise auf kühnen Hypothesen und zweifelhaften Auslegungen der keiliuschriftlieheu Texte, sondern vielmehr auf siehe,rer, solider und unanzweifelbarer, wissenschaftlicher Basis ruhen. Fs ist daher endlich an der Zeit, das nachgrade imverzcililiehe Versäumniss gut zu machen. Auf die Gefahr hin, einem Theil der Leser Längst Bekanntes vorzutragen, sei zunächst ein Wort über die wichtigsten (Quellen und Hilfsmittel für dieses Gebiet der Wissenschaft vorausgeschickt. Zuvörderst ist hier nun anzumerken, dass das Eindringen in das Gebiet der Assvriologic heute auch demjenigen möglich ist, der die Keilschrift nicht lesen kann und des Assyrischen nicht mächtig ist. Dies muss mit dein Vorbehalt verstanden werden, dass hier, wie überall, das Schöpfen aus sccumlären Quellen mit dem Studium der Urschrift allerdings nicht vorglichen werden kann. Doch die Faehassyriologen selbst haben dafür gesorgt, dass auch Laien sieh über ihr Specialgebiet wohl unterrichten können. Dies hat zuerst Eberhard Schräder im Jahre 1873 durch Veröffentlichung seines Werkes ״Die Monatsschrift. 41. Jahrgang. Bi