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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 4 · p. Seite 180

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1897-01-01
Page
Seite 180 (sequence 3)
Language
German
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180 Besprechungen. Philostellen und giebt zur Vervollständigung eine Zusammenstellung wörtlicher Zeugnisse über Philo und seine Schriften von Josephus an bis herab zu Theodorus Metochita. Zu den Vergleichungen sind übrigens — ein erneutes Zeugniss dieses Bienenfleises —, wo nur immer angänglich, nicht Druckausgaben, sondern die Handschriften selbst benutzt. Ueber die für die jüdische Wissenschaft nicht minder wichtige Frage nach der Stellung Philos zum hebräischen und griechischen Bibeltext hat der Herausgeber die Entscheidung bis zum Abschluss der von ihm begonnenen Edition verschoben. In jedem Falle hat er aber auch hier schon bei der Wiedergabe• der Bibelstellen die sorgsamste Treue auf Grund der besten Handschriften selbst da beobachtet, wo die letzteren von dem üblichen Septuagintatext ab weichen, und nur dann nach diesem corrigirt, wenn eine offenbare Verderbniss vorlag; er hat hierzu Swotes und Lagardes Ausgaben benutzt. Die Reihenfolge der Schriften ist der Bequemlichkeit halber die alte Mangev’sche geblieben; aus gleichen Gründen sind die ־Seitenzahlen der Mangey’schen und die Paragraphen der Riohter’schen Ausgabe vermerkt worden. Mit Recht ist jedoch eine neue und bessere Paragrapheneintheilnng eingeführt. Von den edirten Schriften ist De opificio mundi nach der früheren Cohn’schen Edition, jedoch manigfach theils durch Cohn selbst, theils durch Wendland verbessert, wiedergegeben. Die Bücher der Allegorieen sind in der alten Dreitheilnng beibehalten. Ihnen folgt De Cherubim, alsdann zum ersten Mal in abgerundeter Gestalt De sacrif. Abelis et Caini und endlich unter seiner alten Be- Zeichnung das Buch Quod Det. pot. insid. sol. Wir zweifeln nicht, dass die weiteren Bücher in gleich vollkommener Ausgabe erscheinen werden; möge sie nicht allzu lange auf sich warten lassen’. Dessau, November 1896. Freudenthal. Gustaf Dal man, Aramäische Dialehtproben• Lesestücke zur Grammatik des jüdisch-palästinischen Aramäisch, zumeist nach Hand- Schriften des Britischen Museums. Mit Wörterverzeicliniss. Leipzig, J. C. Hinrichs'sche Buchhandlung. 1896. XII und 56 SS. Seiner Grammatik des jüdisch - palästinischen Aramäisch1) hat Dalman nun ein Lesebuch folgen lassen, welches besonders dem Anfänger die Mittel zur Einführung in das Studium der von D. als judäisch und galiläisch bezeichneten Dialekte dos Aramäischen dienen 8011. Der wissenschaftliche Werth dieser, zunächst praktischen Lehrzwecken dienenden Chrestomathie beruht auf dem Umstande, dass die Texte auf Grund von Handschriften und nach den ältesten Ausgaben abgedruckt sind und der Herausgeber die edirten Textstücko entweder auf Grund der superlinearen Vocalisation der südarabischen Handschriften oder selbständig neu vocali8irt bat. In der selbständigen Vocalisation schliesst er sich zum Theilo — bei der Vocalisation der alten Documonto und der jerusalemischon Targume — jenen Handschriften an. Wir erhalten also hier aramäische Texte mit handschriftlich bezeugter, also in gewissem Sinne authentischer oder mit wissenschaftliche. Grundsätze befolgender, Punktation. Ausserdem worden die Varianten noch Handschriften, Ausgaben und parallelen Texten xnitgetheilt, 80 dass man die betreffenden Texte in zuverlässiger Form und mit dem kritischen Apparate versehen vor sich hat. Die Auswahl der Lesestücke ist eine sehr geschickte. 1) 8. Monatsschrift, 39. Jahrgang, S. 477.’

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