Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 11 (August 1896)
- Article
- Geschichte und Annalen der Dyhernfurther Druckerei
- Date
- 1896-08-01
- Page
- Seite 526 (sequence 12)
- Language
- German
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526 Besprechung. Asarja1) und ein Auszug aus dem ראשיה חכמה des Elia b. Mose de Yidas2). 1) Der Herausgeber gehört zu den bei der Eroberung von Ofen gefangen genommenen, in Mähren losgekauften Unglücklichen (vgl. meine Abhandlung ,,der Ofener Judenmord“ im Jahrg. 1882 d. M. 8., S. 312 ff.) Der Abhandlung Menaehem Asarja’s über K011. 3,1 f ist im Anhang eine Abhandlung des Simon b. Pessach v. Ostropol über den mystischen Gehalt von Raschi’s Pentateuch-Commentar angefügt. (W. III p. 697. 1158 St. C. B. 6342, 24. Zedn. 530.) 2) Betitelt תוצאות חיים (N. Büchersaal IX. 710, Wolf I, p. 165, St. C. B. 4973, 13. Zedner 231, OS. 226 ת. Nach St. ist das Format '8 0, nach Benjacob 16°, nach Zedner 320). (Fortsetzung folgt.) Besprechung. Mose b« Samuel Makkoheii Ihn C11i<juitlila nebst den Fragmenton seiner Schriften. Ein Beitrag zur Geschichte der Bibelexegese und der hebräischen Sprachwissenschaft im Mittelalter von Dr. Samuel Poznadski. Leipzig. I. C. Hinrichs’selie Buchhandlung. 1895. VIII + 200 Seiten 80. Preis 7 Mark. Wenn der unermüdlich fleissige und streng gewissenhafte Bacher auf seiner Domäne den Ertrag eines Stück Feldes abgemäht und eingeheimst hat, bleibt in der Regel nur spärliche Nachlese übrig. Wenn Poznanski trotzdem in seiner Monographie über Ibn Chiquitilla nicht allein einen Band von stattlichem Umfange geliefert, sondern auch eine Fülle neuer Einzelheiten zu Tage gefördert hat, ein überreiches Material werthvoller Details, die zur Ergänzung und Berichtigung hergebrachter Ansichten dienen können, so ist dieser Erfolg seiner Arbeit ein schöner Beweis seines ausserordentlichen SammelfLeisses und seiner bis ins Kleinste und Feinste sich vertiefenden Forschergabe, wobei allerdings nicht ansbleiben konnte, dass mitunter auch auf unbedeutende Einzelbeiten zu viel Gewicht gelegt, die Bedeutung und Originalität Ibn Chiqaitilla’s als Grammatiker und Exeget, wie mir scheint, zu hoch geschätzt, die Ausführlichkeit der Behandlung, namentlich in den Erläuterungen der exegetischen Fragmente, zu weit getrieben wurde. Das aber hindert uns nicht, dem Fleisse und der Gelehrsamkeit, der Wissenschaftliehen Gesckultheit und philologischen Akribie, der umfassenden und eindringenden Fachkenntniss, der Gewissenhaftigkeit und Besonnenheit des Verfassers volle Anerkennung zu spenden und seiner Arbeit das rückhaltlose Lob zu zollen, das ihr gebührt. Bühmend hervorgehoben sei auch die scliöue, leichtflüssige, klare und übersichtliche Darstellung, wozu noch als werthvolle Zugabe für den Leser eine wohlthuende Correctheit des Druckes und vornehme äussere Ausstattung des Baches sich gesellt. Die Persönlichkeit, wissenschaftliche Bedeutung und schriftstellerisehe Thätigkeit Chiquitilla’s schien dem Verf. darum einer besonders eingehenden Behandlung wertli, weil I. Ch. als erster und origineller Bibeleommentator der spanischen Schule, als bedeutender hebräischer Grammatiker und als erster Uebersetzer aus dem Arabischen ins Hebräische, es in reichliebem Maasse verdient, zum Gegenstände eingehender Studien gemacht zu werden. Zum ersten Male erscheint uns hier mit wümsekenswertker Vollständigkeit Alles gesammelt und übersichtlich gruppirt, was auf