Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 11 (August 1896)
- Article
- Geschichte und Annalen der Dyhernfurther Druckerei
- Date
- 1896-08-01
- Page
- Seite 520 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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520 Geschichte und Aunalen der Dyliernfurtiier Druckerei. acker erwarb er noch vor Ablauf des Jahres 1689 1 2). In demselben Jahre trat er bereits mit einer Reihe umfangreicher Publicationen 2) vor die Oeffentlichkeit. Das erste Buch3), das Mitte August4) 1689 die Presse verliess, ־war der Commentar בית שמואל zum dritten Theil des Schulchan Arucli. Der Verfasser, R. Samuel b. Uri Schraga Phöbus b. Jehuda Lob aus Woydyslaw, damals Rabbiner in Szydlow (in Kleinpolen)5 6 * * * 10), leitete selber die Herausgabe und lernte in Breslau R. Aharon b. Mose Theomim kennen, der sich damals gerade auf der Reise zum Antritt seines Rabbi־־ nats in Krakau6) befand ל]. Koch zwei andere polnische Gelehrte hielten sich damals bei R. Schabtai auf, um mit ihm verlängert werden kann. 19) Mose b. Tinelias (oder Menachem) Tausk, Schächter in Prag setzte 1696—97־ in D., 1699—1733 in Frankfurt a. 0. und Berlin (St. C. B. 8957). 20) Kcilonymos b. Isaak aus Zloczow arbeitete 1703 in D. an der Octavansgabe des Machsor mit (St. C. B. 8657). Man sieht, wie überall ein wanderlustiges Völkchen, aus Böhmen, Polen, Litthauen. und dem Beich, selbst von jenseits der Alpen her, zas am mengeströmt, meist zu kurzem Aufenthalt und schnell wieder in alle Winde enteilend. Dabei auch hier eine Liebe zum Handwerk, die durch drei bis vier Geschlechter sich fortpflanzt. D Die Urkunde vom 28. December 1689 hat M. Grünwald mitgetheilt in seiner Abhandlung ״zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Dyhrenfurth“ (in Lieberinann’s Jahrbuch für Israeliten, Jahrgang 1882, S. 61. Ueber die spätere Yergrösserung des Platzes in den Jahren 1805 und 1881 s. das. S. 98 u. S. 100 f) Inschriften von Grabsteinen, die mannigfacher Berichtigung bedürfen, hat Grtinwald a. a 0. mitgetlieilt. Ich selber habe den Friedhof mehrfach, besonders in den Jahren 1875, 77 und 88 besucht und 80—90 Inschriften copiit (die älteste aus dem Jahre 1723), von denen ich die für die vorliegende Arbeit wichtigen mittheilen werde. 2) Ein Yerzeichniss der bis 1712 erschienenen Bücher hat C. T. TJ[nger] im Neuen Büchersaal IX, 696 ff. XIV, 91 ff. veröffentlicht. 3) והכה דחק ובכבם ראשון * י ♦ כמוחר״ר שמואל נד׳ו במראי שמר רבי שם ביתו למקום שהלד שם ביתו עמו הוא הם, בית שמיאל 4 י * על הש״ע מטור אבן 4 4 * העזר (Gereimtes Nachwort SchabtaPs am Ende des Buches, foL 160b). 4) לסדר ולפרט ושפטו את העם משפט צדק, also in der Woche vom 28. Ah bis 3. Elul 449 (= 13. bis 19. August 1689 (Nachwort SchabtaPs, das.). 5) Näheres über ihn und seine Familie bei Dembitzer, כלילת יופי I, 81h ff. II, 58h. Die Angabe in der Uebersclirift seiner Approb. zum ם׳ ע״ר בדמן beruht vielleicht nur auf einem Irrthum des Herausgebers. 6) Ergiebt sich aus dem Inhalt seiner Approb. zu בית שמואל, die er unterzeichnet: פח ברעסלי 4 4 בנסוע למכון שבת קיק קראקא והגליל יצץ. 7) Die Kosten des Druckes bestritt B. Naftali Hirz Hamburger, ein Verwandter des Vfs. (fol. 1b). Das Exemplar kostete damals 1 Thlr. 10 Gr. (N. Büchersaal IX. 696. XIV, 91. St. C. B. 5940, 76. Zedner 341. OS. 394 ב. Wolf III, p. 1122). Ende August 1691 war B. Samuel wieder in Breslau und approb. daselbst die ed. princ. des מגן אברהם• Er reiste damals zum Antritt seines Babbinats nach Fürth.