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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 11 · p. Seite 504

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 11
Article
R. Löb Zunz
Date
1894-01-01
Page
Seite 504 (sequence 5)
Language
German
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504 Die Zunz’sche Bibel. längst Polen für immer verpflichtet und in die Schuld Deutschlands gebracht hatten, ehe es durch die von Chmielnicky eingeleiteten Verfolgungen in die Lage kam, von seinem Heberflusse an Deutschland abzugeben und reichlich heimzuzahlen, was Jene ihm geliehen und verliehen hatten. Durch seinen Sohn R. Simcha, den Rabbiner von Stryj in Galizien, ist R. Löb Zunz aus der Judengasse von Frankfurt am Main der Stammvater eines in Polen sich ausbreitenden Geschlechtes geworden. Mögen bald neue Funde den Schatten, den ich hier zum ersten Male aus Vergessenheit und Vernichtung beschworen habe, mit dem Blute geschichtlichen Lebens erwecken und nähren helfen! Karlsbad 4. Juli 1894. Die Zunz’sche Bibel. Von Dr. David B,osin, Am 10. August d. J. sind hundert Jahre seit dem Tage vergangen, an welchem Leopold Zunz, der Begründer der neueren Wissenschaft des Judenthums, das Licht der Welt erblickt hat. Er hat die Bahn gebrochen und geebnet, auf der ihn! viele und bedeutende Forscher ausführend und ergänzend zu folgen bestrebt waren. Auch mancher genial angelegte Zeitgenosse zeigte sich hei aller Selbständigkeit doch gern seinen Anregungen zugänglich und dem von ihm gegebenen Beispiele zugewendet. Manche Disciplin hat er zuerst nicht nur in neuer Gestalt eingeführfc, sondern auch nach ihren Einzelheiten ausgeführt und ausgebaut, wie die Geschichte der Midraschlitteratur in seinen ,,gottesdienstlichen Vorträgen“, Berlin 1832; die Bedeutung und Geschichte der gottesdienstliehen Litteratur in seiner ,,synagogalen Poesie“ (Berlin 1855), in den ״Ritus des synagogalen Gottesdienstes“ (Berlin 1859) und Inder ״Literaturgeschichte der synagogalen Poesie“ (Berlin 1865). Zn bestimmten Zweigen der jüdischen Geschichte und Litteratur hat er mustergiltige Beiträge geliefert in ״Zur Geschichte und Literatur“, Berlin 1845 und in den ״gesammelten Schriften“, Bd. I—III, Berlin 1875—1876. — Schon 1823 hatte er in

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