Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Dr. Leopold Zunz und seine Frankfurter Ahnen
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 500 (sequence 8)
- Language
- German
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500 K. Lob Zunz. No. 50) Grabschrift 48, woselbst יום ב׳ ein Fehler ist, da der 22. Nissan niemals ein Montag sein kann. 1797 war er ein Dienstag. 56) 1813, 3./4. October starb der gelehrte E. Naftali Hirz, Sohn des Dajjan E. Anschel Zunz. (Ygl. No. 41 und 47 seine״Eltefn.) Grabschrift 49. 57) c. 1650—1700 (2), 18. Tammus, Freitag starb 'Mose b. Jacob Zunz (Grabschrift 53); den ich für den Vater des Vorstehers 'E. Jechiel Michael (No. 12) halten möchte. Demgemä9s setze ich seinen Tod in die zweite Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts. 58) c. 1700—1750 Freitag starb Schönle, Tochter des E. Alexander Traub, Frau des Vorstehers E. Mose [b. Jechiel Michel] Zunz. Vgl. No. 15. 14. 38. Grabschrift 51, woselbst hinter צום ohne Frage zu ergänzen ist פדריין, falls überhaupt diese Lesung richtig ist. 59) c. 1700—1750 Montag starb Naftali Hirsch b. [Jechiel Mich'el] Zunz ״zur Sonnen“. Der Vergleich mit Grabschrift 16 lehrt, dass hinter בר offenbart יחיאל £יכל zu ergänzen ist. Grabschrift 52, woselbst im Datum ein Fehler steckt, da der 25. Mercheschwan nie ein' *׳ Montag sein kann, ebensowenig der 28. 60) c. 1750—1800 Tammus, Freitag 22• 23. 25 oder 27 E. Loeb b. E, Anschel ״zum Hellerbaum‘; der fieissig gebetet^ und studirt hat, Grabschrift 50. (Vgl. No. 29 und 48). Hierzu gehört die beiliegende Stammtafel. Breslau, 20. Juli. R.. Löb Zunz. Von Prof. Dr. David Kaufmann. Nicht״um L. Zunz seine Einzigkeit zu rauben, sondern um ihn anzuknüpfen an seinen-Namens- und, wie ich zuversichtlich annehme, Blutsverwandten, der bereits im 17. Jahrhundert diesen ^Familienn amen berühmt gemacht hat, will ich zur Feier des Tages, an dem das erste Jahrhundert seit der Geburt des Begründers unserer Wissenschaft sich schliesst, das Gedächtniss des Babbiners Löb Zunz zu erwecken versuchen. Denn um einen Versuch handelt es sich hier, gleich Nebelschleiern zerrissene Ueberlieferungen’zu sammeln, auseinandergefallene Glieder zu vereinigen und das Bild Einer geschlossenen Persönlichkeit der Vergessenheit zu entreissen und an die Stelle zu rücken, wo in verwirrendem Schein drei Schatten von grossen Namen wie Irrlichter den Forscher äfften. Man wusste, dass R. Löh Zunz in Holleschau in Mähren als Rabbiner gewirkt hat und von da nach Pinczew zur Führung des rabbinisehen Lehramtes berufen worden ist. Es ist aber auch festgestellt/ dass in demselben Zeiträume, im