Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 480 (sequence 2)
- Language
- German
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80־4 Besprechungen. nicht vor (gegen G., S. 6); auch wissen die Rabbinen nichts von einem Chiliasmus mit zwei Auferstehungen (s. woiter). Die Sprache GoldschmidtV ist von der der Pescbittho sehr verschieden, sie ist vielmehr aus den verschiedensten Dialekten zusammengewürfelt und voll von VerstÖssen gegen Grammatik und Syntax. Die dritte Person masculini futuri, bekommt bei Goldschmidt bald ein יי bald ein כ. Sehr unklar ist sich der Uebersetzer im Gebrauche des stat. emphaticus, er schreibt 11) שית יומיא) und — .(38) שמיי! לנהורין 13) תריתא ,(12)אוולא ,(11) אילופון) und 38) מכילתא) kommen bloss in den Targumim vor. ..ליהון und כולי sind wieder nur talmudische Bildungen (auch der späteren Targumim). דכעבדון in der Bedeutung ,,dienstbar sein“ und 38) בנדוהיj sind nicht syrisch-aramäisch. Ein Pronomen איהון giebt es nicht. 38) (?אטיב) אתיה) kann nicht ״bereitet“ bei Trumpp (83) bedeuten, und entspricht nicht dem hebräischen יערוף, wie Goldschmidt in einer Anmerkung versichert!). ״Elemente“ wird mit dem im Syrischen unbekannten 38) ענצרין) übersetzt, ohne das im Syrischen. eingebürgerte אסטובסא zu berücksichtigen. Folgende Parallele soll noch als Probe der ITebersetzungsart Goldschmidt’s dienen: . .14 .S ,ברייתא למעשי• בראשית ובח־לותא חנייתא דבשמיא תליתאי הינון עפר משהין וסרתיאל2) מלאכא רבנא דלהון. ובחר בהון מריא מכל גופין (!) דצדיכןיא ונשמתיהון (!) בעלמא דאתי וביומא אוחריא ההוא יומא דרוזא3) וחדוחא וביד. אתיחד קודשא כריך הוא ושכינחיה והוא יומא דתחיותא קדמיתא והוא יומא יחודא דאלפין (!) שנין הדביר באבוקלמס ים. Hexaemeron S. 54. Die zweite Würde im dritten Himmel sind die Engel [...]. in ihr sind zehn Sehaaren, und der Engel, der ihnen vorsteht, ist Sarätyäl, und Gott hat sie erwählt für alle Körper der Gerechten und für ihre Seelen am letzten Tage (dieser ist der Tag der Freude und des Frohlockens, an welchem die Hochzeit des Herrn stattfindet), nämlich dem Tage der ersten Aufeistehung, und das ist der Tag des tausendjährigen Hochzeitsmahles, das Johannes in seinem Gesichte, I der Apocalypse, erwähnt. In der TJebersetzung ist der Name Johannis aus geblieb en; dagegen schildert Goldschmidt die Hochzeit des Lammes mit seiner Gemeinde (Apoc. 19, 7) in der Sprache des Sohar als יחוד קודשא בריך הוא ושבעתיד. Welche Zwecke Goldschmidt mit der Publication seiner Baraita auch verfolgt haben mag, jedenfalls gehört er in die Classe der Pseudographen. Schade, dass der talentvolle junge Mann die Zeit zu solchen Machinationen verwendet. A. Epstein. טאב (ג im Pael (Dicht Aphel) bedeutet ״vorbereiten“, ״bestellen“ s. Pescbittho zu Jos. 4, 4 und Prov. 6, 7, nicht aber ״bereiten“. , , 2) Trumpp vermerkt, dass der arabische Text פלתיאל liest. Diesen Umstand he* nützt Goldschmidt,, um in einer Anmerkung zu erzählen, dass am Rande seiner Handschrift die Variante סלתיאל angebracht sei (בגליו* כתוב סלתיאל)• 8) Dazu bemerkt Goldschmidt erklärend: ״(Cod. hex. Jes. 65,18) שמחד״“♦ Als ob רווא sonst nicht bekannt wäre! Unberechtigter Nachdruk aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt.